Siemens-Vorstandschefs
Drei Männer, drei Strategien

Ganz unterschiedlich haben Heinrich von Pierer, Klaus Kleinfeld und Peter Löscher den Siemens-Konzern geführt. Ein Vergleich zeigt, welche Ziele sie sich gesetzt haben, gegen welche Widerstände sie gekämpft haben - und welche Erfolge sie vorzuweisen haben.
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Heinrich von Pierer

Der 69-jährige Franke war von 1992 bis 2005 Siemens-Chef. Anfangs galt er als zaudernd, doch mit seinem legendären Zehn-Punkte-Programm, das unter anderem die Abspaltung der kapitalintensiven Halbleitersparte Infineon vorsah, machte er den Konzern international wettbewerbsfähiger.

Zudem steht von Pierer stark für die internationale Verwurzelung des Konzerns. So trieb er früh das Chinageschäft voran. Allerdings hielt von Pierer nach Einschätzung von Konzernkennern zu lange am kriselnden Kommunikationsgeschäft fest.

Im Zuge des Korruptionsskandals musste der langjährige CSU-Kommunalpolitiker und leidenschaftliche Tennisspieler als Aufsichtsratsvorsitzender abtreten. Seit der Affäre hat von Pierer die Öffentlichkeit weitgehend gemieden. Strafrechtlich ließ sich der Vorstandschef den Ermittlungen zufolge nichts zuschulden kommen, doch musste er fünf Mio. Euro Schadensersatz an den Konzern zahlen.

Derzeit schreibt der einstige "Mr. Siemens" ein Buch. Ein wenig soll es dabei auch um die Korruptionsaffäre gehen, vor allem aber darum, sein Lebenswerk ein wenig ins rechte Licht zu rücken.

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