Simone Menne: „Aufstehen und weitermachen“

Simone Menne
„Aufstehen und weitermachen“

Eine bodenständige Top-Managerin, die ihren wichtigsten Rat im Poesiealbum stehen hat: Simone Menne ist Finanzvorstand der Lufthansa AG. Im Interview spricht sie über Ratschläge und Niederlagen.
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Hamburg/KölnNiemand wird als Vorstand geboren. Simone Menne schon gar nicht. Das Vorstandsmitglied der Lufthansa AG hat nach ihrem Abitur eine Lehre beim Steuerberater gemacht, weil ihr Vater ihr „etwas Vernünftiges“ empfahl. Menne studierte anschließend BWL und kam bald in der Flugbranche viel herum. Trotzdem musste sie lernen, dass es nicht automatisch bergauf geht. Als die heute 54-Jährige die Erwartungen an sie in einem Projektleiter-Job nicht erfüllen konnte und die Aufgabe los war, merkte sie, dass Entschuldigungen und Begründungen in solchen Situationen nicht weiterhelfen. SAAL ZWEI-Interview mit einer bodenständigen Top-Managerin, die ihren wichtigsten Rat im Poesiealbum stehen hat.

DREI FRAGEN AN 30 FRAUEN

SAAL ZWEI: Was war der beste Rat, den Sie je bekommen haben?
Simone Menne: Einen sehr guten Rat habe ich schon früh bekommen, er stand in meinem Poesiealbum und hat für mich bis heute nicht an Gültigkeit verloren: „Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem anderen zu.“ Es ist die vereinfachte Variante des kategorischen Imperativ von Kant, nach dem man zur Maxime seines eigenen Handelns immer den Grundsatz machen sollte, dass diese Regel auch auf die Allgemeinheit und einen selber Anwendung finden könnte.

Aus welcher Niederlage haben Sie am meisten gelernt?
Aus einer beruflichen – ich habe bei einer Station als Projektleiterin die Erwartungen nicht erfüllen können und wurde daraufhin von dieser Aufgabe entbunden und versetzt. Ich habe gelernt, dass Entschuldigungen und Begründungen einem in dieser Situation nicht weiterhelfen. Stattdessen kann und muss man aufstehen und weitermachen – wenn nicht auf dem gleichen Pfad, auf einem anderen.

Wann wird Finanzvorstand ein gängiger Berufswunsch für junge Mädchen sein?
Ein so konkreter Berufswunsch wie Finanzvorstand ergibt sich, denke ich, erst im Laufe einer Karriere und mit Berufserfahrung. Aber der Wunsch nach Führung von Unternehmen ist mittlerweile auch bei jungen Frauen stärker in den Vordergrund gerückt.

Dieses Interview wurde bei SAAL ZWEI veröffentlicht, einem Online-Business-Magazin für Frauen. Es erscheint jede Woche und kann kostenlos hier abonniert werden.

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