Social-Media-Monitoring
Das Web 2.0 im Blick

Die beste Werbung für ein Unternehmen ist die Empfehlung durch Mundpropaganda - und die lässt sich im Zeitalter sozialer Online-Medien zunehmend beobachten. Trotzdem betreiben viele Unternehmen nach wie vor kein Social-Media-Monitoring. Die Nachlässigkeiten bei der Medienbeobachtung, die weitaus mehr Möglichkeiten als reine Kommunikationsüberwachung bietet, rächen sich schnell.
  • 0

HANNOVER. Es liegt in der Natur des Social Webs, dass Internetnutzer nicht mehr nur konsumieren, sondern Inhalte selbst erstellen. Diese so genannten Prosumenten verfassen, kommentieren und diskutieren Inhalte auf unzähligen Blogs, Foren, Sozialen Netzwerken sowie anderen Plattformen wie Youtube oder Twitter. Weltweit laden Anwender pro Minute über 20 Stunden an Videomaterial auf Youtube hoch und verfassen etwa 30 000 Tweets, weit über 1 000 Blogbeiträge sowie unzählige Forenbeiträge. Ein Großteil davon ist für Unternehmen nicht relevant, aber es gibt auch Inhalte, die für Unternehmen sowie für deren (potenzielle) Kunden durchaus bedeutsam sein können.

Diese Inhalte sind zunehmend auch für Meinungsbildung und Kaufentscheidungen verantwortlich. So werden Produkte, Werbebotschaften, Pressemitteilungen und auch weitere Unternehmensaktivitäten nicht nur positiv bewertet oder neutral kommentiert, sondern ebenso kritisiert und insbesondere dann im Social Web gestreut. Ein Monitoring bietet Unternehmen nicht nur die Möglichkeit, diese Kommunikation fortlaufend zu beobachten, sondern auch aktiv auf die Belange der Kunden einzugehen und ihre Marketingaktivitäten entsprechend anzupassen.

Relevante Quellen und Monitoringinhalte

Das Social Web bietet eine unerschöpfliche Vielfalt an Quellen, in denen User Generated Content entsteht. Die Vorstellung, die Gesamtheit dieser Quellen in Betracht zu ziehen und somit in ein Monitoring zu integrieren, ist und bleibt Utopie. Unternehmen müssen daher zuerst für sie relevante Quellen definieren. Jedoch sollte man auch die Gefahren eines Monitoring nicht unterschätzen. So bewegt man sich beim Erfassen von personenspezifischen oder passwortgeschützten Daten in einer rechtlichen Grauzone. Zu diesen Quellen gehören beispielsweise die VZ-Netzwerke, Facebook (teilweise) und sämtliche weitere Quellen, auf deren Inhalt man ausschließlich durch eine Anmeldung mit Benutzername und Passwort zugreifen kann.

Neben den zu identifizierenden und zu integrierenden Quellen sollte man außerdem definieren, wie die entsprechenden Inhalte und Quellen kategorisiert werden sollen. Hier bietet sich an, alle im Unternehmen betroffenen Abteilungen zu konsultieren, denn auch wenn eine Quelle auf die Marke oder das Produkt eingeht, ist noch lange nicht jeder Beitrag für jeden im Unternehmen relevant. Man kann Monitoring-Systeme beispielsweise für Produktmanager produktbezogen, für die Marketingabteilung kampagnenbezogen und für übergeordnetere Abteilungen themenbezogen aufsetzen. Schlussendlich sollte jedes Unternehmen entscheiden, wofür das entsprechende Monitoring eingesetzt werden und welchem Zweck es dienen soll.

Seite 1:

Das Web 2.0 im Blick

Seite 2:

Seite 3:

Seite 4:

Kommentare zu " Social-Media-Monitoring: Das Web 2.0 im Blick"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%