Société Générale
SocGen-Verwaltungsratschef tritt zurück

Der seit Monaten in der Kritik stehende Verwaltungsratschef der französischen Großbank Société Générale (SocGen), Daniel Bouton, wirft das Handtuch. Die wiederholten Attacken der französischen Politik gegen seine Person hätten ihn getroffen, sagte der Spitzenmanager zur Begründung.

HB PARIS. Vor allem aber hätten sie der Bank und ihren 163 000 Mitarbeitern geschadet. Er werde sein Amt zur Hauptversammlung am 6. Mai niederlegen.

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hatte Bouton wegen eines Handelskandals Anfang 2008 scharf angegriffen. Der Händler Jérôme Kerviel hatte damals nach Angaben der Bank durch Fehlspekulationen 4,9 Mrd. Euro verwettet. Im März 2009 hatte es in Frankreich zudem heftige öffentliche Empörung über Aktienoptionen für Spitzenmanager - darunter auch Bouton - gegeben. Die Manager verzichteten schließlich auf die Optionen. Die Regierung hatte SocGen mit 1,7 Mrd. Euro stützen müssen, damit sie die Handelsverluste und die Folgen der globalen Finanzkrise verkraftet.

In französischen Radiosendern wurde unter anderem der frühere PSA-Peugeot-Citroen-Chef Jean-Martin Folz als Boutons Nachfolger gehandelt. Zudem wurde spekuliert, dass der derzeitige Bankchef Frédéric Oudéa eine Doppelrolle übernimmt. Auch Bouton hatte bis Anfang 2008 beide Ämter inne.

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