Sonntagabend-Talk der ARD: Anne Will beerbt Sabine Christiansen

Sonntagabend-Talk der ARD
Anne Will beerbt Sabine Christiansen

Die Intendanten der ARD-Sender haben entschieden: Tagesthemen-Moderatorin Anne Will soll Nachfolgerin von Sabine Christiansen als Moderatorin der Sonntagabend-Talkshow im Ersten werden. Wills Konkurrent Frank Plasberg vom WDR geht allerdings nicht leer aus.

HB FRANKFURT AM MAIN. Wie die ARD am Montag mitteilte, beschlossen die Intendanten auf ihrer Sitzung in Frankfurt am Main einmütig, Will ab September am Sonntagabend um 21.45 Uhr antreten zu lassen. Frank Plasberg, der seit 2001 die WDR-Diskussion „Hart aber fair“ leitet und moderiert und mit Will um die Christiansen-Nachfolge konkurriert hatte, solle einen eigenen Sendeplatz im Ersten bekommen.

Das Format für Plasberg solle mindestens 60 Minuten lang sein und ab 2008 zwischen Dienstag und Freitag zwischen „Tagesschau“ und „Tagesthemen“ gesendet werden. Vorschläge dazu soll die Fernsehprogrammkonferenz der ARD entwickeln.

„Das ist eine tolle Chance und ein großer Vertrauensbeweis“, wurde Will von der ARD zitiert. Die 40-Jährige wird voraussichtlich im Sommer die Moderation der „Tagesthemen“ aufgeben. ARD-aktuell-Chefredakteur Kai Gniffke sagte, ein Nachfolger für Will stehe noch nicht fest. Man habe noch vier bis fünf Monate Zeit. Zuletzt war Wills Vorgängerin Gabi Bauer noch als neue „Tagesthemen“-Moderatorin gehandelt worden.

Der Westdeutsche Rundfunk hatte noch am Donnerstag für seinen Moderator Plasberg plädiert, Intendant Fritz Pleitgen hatte jedoch schon Kompromissbereitschaft signalisiert: „Da rasen keine zwei Züge aufeinander zu.“ Alle drei Kandidaten seien „erstklassige Vertreter ihres Fachs“, sagte Pleitgen.

Sabine Christiansen hatte im Sommer 2006 bekannt gegeben, dass sie im Sommer 2007 die Moderation ihrer Talkshow in der ARD beenden werde. Beerben sollte sie Günther Jauch, der wohl beliebteste deutsche Fernsehmoderator. Nach langen Verhandlungsquerelen mit der ARD sagte Jauch Anfang Januar ab. Zur Begründung gab er unter anderem an, er habe befürchtet, unter der politischen Farbenlehre in der ARD zu leiden.

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