Sorgerecht
Gericht rehabilitiert Eltern

Eine schwere Entscheidung: Eltern wollten das Leid ihrer im Wachkoma liegenden Tochter beenden und die künstliche Ernährung einstellen lassen. Richter mussten sich mit dem Fall befassen. Die Urteile.

Ein Ehepaar entschied, die künstliche Ernährung der vierjährigen Tochter zu beenden, die wegen eines unheilbaren Hirnschadens im Wachkoma lag. Nach Ansicht der Mediziner gebe es keine Chance, dass die Kleine wieder zu Bewusstsein komme. Das Familiengericht Minden entzog den Eltern jedoch das Sorgerecht: Die Entscheidung, ihr Kind sterben zu lassen, überschreite den "ihnen zuzubilligenden Ermessensspielraum".

Doch in zweiter Instanz schlug sich das Oberlandesgericht Hamm auf die Seite der gebeutelten Eltern und sprach ihnen das Sorgerecht wieder zu (1 UF 78/07). Da keine Aussicht auf Besserung bestand, sei die Einstellung lebenserhaltender Maßnahmen "einfühlsam und das Kindeswohl wahrend" gewesen, argumentierten die Oberlandesrichter. Den Eltern sei somit nichts vorzuwerfen.

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