Spekulationen über Wechsel zu Merrill Lynch
Eurohyp-Chef Knobloch bleibt an Bord

Eurohypo-Chef Bernd Knobloch hat Spekulationen über einen Wechsel ins Top-Management der US-Investmentbank Merrill Lynch eine klare Absage erteilt. Es waren Gerüchte über ein angebliches Angebot der Amerikaner aufgekommen. Unterdessen bekommt auch der deutsche Immobilienfinanzierer die Kreditkrise zu spüren.

DÜSSELDORF. „Ich bleibe hier“, sagte der 56-Jährige im Gespräch mit dem Handelsblatt (Mittwochsausgabe). „Ich bin gerne Vorstandsvorsitzender der Eurohypo, und es gibt für mich überhaupt keine Veranlassung, aus dem Vorstand der Commerzbank auszuscheiden.“ Zugleich machte er deutlich, dass die Gerüchte um ein angebliches Angebot der Amerikaner jeglicher Grundlage entbehrten. „Das kommt aus dem Nichts.“

Der Banker bezieht damit erstmals öffentlich Stellung. Knobloch, der auch Mitglied des Vorstands der Konzernmutter Commerzbank ist, gilt als ausgewiesener Immobilienexperte mit exzellenten Branchenkontakten und hätte das angeschlagene Immobiliengeschäft von Merrill Lynch wieder auf Kurs bringen können.

Doch spurlos geht die Krise auch an der Eurohypo nicht vorbei. Im dritten Quartal musste Europas größter Immobilienfinanzierer Abschreibungen von 128 Millionen Euro auf forderungsunterlegte Wertpapiere hinnehmen. Ob im vierten Quartal erneute Wertberichtigungen drohen, ließ der Eurohypo-Chef offen: „Angesichts der unverändert schwierigen Marktlage infolge der immer noch schwelenden Subprime-Krise kann man so etwas nicht gänzlich ausschließen.“

Hans G. Nagl
Hans G. Nagl
Handelsblatt / Senior Financial Correspondent
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