Spekulationen um Zukunftspläne
Wird Kofler Maschinenbauer?

Nach seinem überraschenden Abschied vom Bezahlsender Premiere interessiert sich Georg Kofler scheinbar für einen Maschinenbauer. Laut Medienberichten gehört er zu den Interessenten für die Leico Holding, Mutter des Maschinenbauers Leifeld Metal Spinning.

HB MÜNCHEN/AHLEN. Eine Premiere-Sprecherin wollte sich dazu am Montag nicht äußern und erklärte lediglich: „Das sind alles Spekulationen.“ Kofler sei derzeit in Italien im Urlaub. Er hatte angekündigt, sich künftig außerhalb der Medienlandschaft unternehmerisch betätigen zu wollen. Neben dem Nachrichtenmagazin „Focus“ hatten auch die „Westfälischen Nachrichten“ über die angeblichen Pläne Koflers beim westfälischen Unternehmen berichtet.

Der Rechtsanwalt Axel Bauer bestätigte auf Anfrage, dass das Unternehmen und seine Tochter zum Verkauf stehen. Bauer hatte 1999 die Geschäftsführung der Leico Holding nach einer Krise des Unternehmens übernommen. Zugleich ist der Restrukturierungsexperte persönlich mit Kofler bekannt, weil er seit Jahren als Anwalt für Premiere tätig ist. Nun sei er mit den Verkaufsverhandlungen für die Leico Holding und ihre Tochter beauftragt, sagte Bauer. Zusammen kämen die beiden Unternehmen auf einen Umsatz von rund 30 Mill. Euro und rund 100 Mitarbeiter. Ob Kofler tatsächlich zum Kreis der Interessenten zählt, wollte der Anwalt nicht sagen.

Offiziell gibt Kofler Ende dieses Monats den Chefposten bei Premiere an den bisherigen Finanzvorstand Michael Börnicke ab. Nach seinem Abschied wolle er sich einem „selbstbestimmten Unternehmerleben“ zuwenden, hatte Kofler in der vergangenen Woche erklärt. Als führender Gesellschafter wolle er eine Unternehmensgruppe aufbauen, die sich in ausgewählten Wachstumsmärkten positioniert.

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