Spezialist ist nicht immer der Bessere
Vergleichende Anwalts-Werbung hat Grenzen

Anwälte dürfen zwar vergleichend werben. Dabei müssen sie aber bei der Wahrheit bleiben.

crz GARMISCH. Deshalb ist es Fachanwälten oder selbst ernannte Spezialisten verboten, in Werbeschreiben potenziellen Mandanten zu suggerieren, Allgemeinanwälte böten mangels Spezialkenntnisse eine schlechtere Beratung.

Das Oberlandesgericht (OLG) Jena sieht darin eine unzulässige Herabsetzung. In dem von einem Konkurrenten angegriffenen Werbeschreiben an Versicherungsmakler hatte eine Kanzlei darauf hingewiesen, dass sie sich künftig ganz auf das Arbeits- und Vertragsrecht konzentrieren wolle und andere Mandate nicht mehr annehme.

Gleichzeitig wies der Verfasser darauf hin, dass Rechtsfragen immer komplexer würden und "dass eine Anwaltskanzlei, wenn sie sich mit all diesen Rechtsgebieten abgibt, allenfalls nur durchschnittliches Wissen anbieten kann".

OLG Jena, Az.: 2 U 948/04

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