Spitzenbanker der Deutschen Bank
Baratta führt künftig Deutschlandgeschäft der Credit Suisse

Johannes Baratta, Ex-Chef der privaten Vermögensverwaltung bei der Deutschen Bank, geht zur Konkurrenz. Der Spitzenbanker soll nach Handelsblatt-Informationen neuer Vorstandschef der Credit Suisse De werden.
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Der ehemalige Chef des Bereichs Private Vermögensverwaltung der Deutschen Bank, Johannes Baratta, verlässt die Deutsche Bank und wechselt zur Konkurrenz. Nach Handelsblatt-Informationen aus Finanzkreisen soll Baratta Vorstandsvorsitzender der Credit Suisse in Deutschland werden. Dort löst er den langjährigen Chef Andreas Brandt ab. Die Deutsche Bank bestätigte die Kündigung Barattas. Die Credit Suisse wollte den anstehenden Wechsel nicht kommentieren.

Baratta hatte bis 2007 jenen Bereich geleitet, in dem die Deutsche Bank ihre besonders vermögenden Privatkunden führt. Danach war er verantwortlich für bestimmte "Schlüsselkunden", die der Bank ihre Millionen zur Verwaltung anvertrauen. Bekannte beschreiben den Manager als "smart und eloquent". Die Deutsche Bank hat durch die Übernahme der Privatbank Sal. Oppenheim Anfang vergangenen Jahres ihre Privatkundengeschäft stark erweitert. Seither machen sich die Private Vermögensverwaltung der Bank und ihre Tochter Sal. Oppenheim intern mitunter Konkurrenz.

Credit-Suisse-Chef Brandt geht, nachdem er im vergangenen Jahr der Schweizer Bank in Deutschland zwar ein Plus beim verwalteten Vermögen beschert hat, seine Ergebnisse aber unter den Erwartungen der Zürcher Zentrale geblieben sind. Dort hatte man sich offenbar angesichts der heiklen Lage, in der sich Konkurrenten wie die beinahe Bankrott gegangene Bank Sal Oppenheim in den vergangenen zwei Jahren befunden hatten, mehr erwartet.

Die Schweizer Großbank hat allerdings in Deutschland ohnehin keinen leichten Stand, seit Kundendaten von ihr auftauchten, die die Steuerfahnder hierzulande hellhörig gemacht haben. Ermittler durchsuchten in den vergangenen Monaten mehrmals Filialen der Credit Suisse in Deutschland. Sie wollen herausfinden, welche Rolle die Bank bei möglichen Steuervergehen ihre Kunden gespielt hat. Ergebnisse der Durchsuchungen sind bislang nicht bekannt.

Oliver Stock
Oliver Stock
Handelsblatt / Stellvertretender Chefredakteur

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  • Wenn die Information stimmt, ist dies eine gute Nachricht für Credit Suisse. Johannes Baratta ist nicht nur "smart" und "eloquent", wie HBl schreibt, sondern er war Gründer und lange Zeit der personifizierte "Spirit" des Private Wealth Managements der Deutschen Bank in Deutschland. Von ihm stammt der Wertekodex und sein Wechsel auf die globale Ebene wurde von vielen PWM-Mitarbeitern in Deutschland mit Bedauern quittiert.
    Johannes Baratta ist auch international sehr gut vernetzt und ein "Möglichmacher" in komplexen Situationen. Er bringt das menschliche Element in das "People´s business" mit den vermögenden Privatkunden. Sein Zugang zu Unternehmerfamilien ist generationsübegreifend ein besonderer.
    Man kann gespannt sein auf die Bestätigung dieser Nachricht über den Wechsel.
    JK

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