Sportwagen-Bauer
Bugatti-Chef hört angeblich auf

Bugatti, die Luxusmarke des VW-Konzerns, erhält nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ einen neuen Chef.

dpa WOLFSBURG. Nachdem die vielen technischen Probleme des 1001-PS-Wagens für 1,2 Mill. Euro gelöst seien, sehe der bisherige Bugatti-Chef Thomas Bscher seine Aufgabe als erfüllt an, meldete der „Spiegel“.

Bscher habe zudem ein zweites Modell für die Marke entwickeln wollen, sei mit dieser Idee bei VW-Konzernchef Martin Winterkorn jedoch auf Widerstand gestoßen, berichtet das Magazin. Bschers Nachfolger soll danach Bentley-Chef Franz-Josef Paefgen werden. Ein VW-Sprecher wollte den Bericht am Samstag nicht kommentieren.

VW-Gesamtbetriebsratschef Bernd Osterloh hält an der umstrittenen Oberklasse-Strategie von Volkswagen fest. In einem Gespräch mit der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift „auto motor und sport“ verteidigte Osterloh Entwicklung und Bau des teuren Bugatti Veyron und des schwächelnden VW Phaeton. Osterloh hält es sogar für denkbar, dass Volkswagen sein Engagement in der Oberklasse noch ausbaut und die VW- Tochter Bugatti eine weitere Baureihe auflegt.

Osterloh sagte: „Wenn man die Synergien im Konzern richtig nutzt, kann ich mir auch eine zweite Baureihe bei Bugatti vorstellen. Es muss aber klar sein, dass Bugatti damit zwölf oder 13 Prozent Rendite pro Fahrzeug verdient.“ Osterloh verteidigte die im VW-Konzern umstrittene Entscheidung für die teure Entwicklung des Supersportwagens Bugatti Veyron. „Im Nachhinein kann man sicher darüber diskutieren, ob die Entscheidung richtig war. Aber das Projekt hat auch nicht mehr gekostet als zwei Formel-1-Jahre, und die 300 Veyron werden sicher verkauft.“ Bis VW auch in der Luxusklasse Geld verdiene, brauche es noch Geduld. „Eine Oberklasse-Strategie funktioniert nicht von heute auf morgen.“

Die „Automobilwoche“ berichtete, das von VW-Chef Winterkorn angekündigte Auto „unterhalb des Fox“ werde weniger als 8 000 Euro kosten. „Beim Basispreis könnte die vierstellige Zahl hier zu Lande mit einer Sieben beginnen“, kündigte Winterkorn in einem Gespräch mit der Zeitschrift an. Ziel sei „ein Volkswagen im besten Sinne des Wortes, kein Billigauto“. Es soll 2009 auf den Markt kommen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%