Squeeze-out
Quetscher abgewehrt

Verzögerungstaktik half dem Automobilzulieferer Dürr nicht. Er hatte Aktionäre der Carl Schenck AG per Squeeze-out aus dem Unternehmen gedrängt und einen Widerspruch aussitzen wollen. Die Taktik scheiterte vor Gericht.

Der Automobilzulieferer Dürr besaß fast 99 Prozent der Carl Schenck AG. Die übrigen Aktionäre wollten die Dürr-Manager mit einer Zwangsabfindung (Squeeze-out) aus dem Unternehmen drängen. Doch einige Schenck-Aktionäre zogen vor Gericht, sie fanden die im September 2004 gezahlte Abfindung zu niedrig.

Dürr hielt vier Monate später dagegen: Die Kläger hätten nicht bewiesen, dass sie schon vor der Abfindung Aktien von Schenck hatten. Da inzwischen die dreimonatige Frist für den Nachweis abgelaufen sei, hätten sie Pech gehabt.

Beim Oberlandesgericht Frankfurt hatte die Verzögerungstaktik keinen Erfolg (20 W 226/05). Anleger könnten auch nach Fristablauf beweisen, dass sie keine Profispekulanten seien, die erst nach dem Eintrag des Squeeze-outs ins Handelsregister und kurz vor der Abfindungszahlung eingestiegen seien, um eine höhere Entschädigung rauszupressen.

Quelle: Wirtschaftswoche Nr. 50 vom 08.12.2005

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