Staatsanwaltschaft prüft Verdacht der Bilanzfälschung
Razzia bei Berliner Marseille-Kliniken

Der Großaktionär der Berliner Marseille-Kliniken AG, Ulrich Marseille, ist in das Visier der Fahnder geraten. Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Marseille wegen des Verdachts der Bilanz- und Urkundenfälschung.

lip HB HAMBURG. Sie hatte vergangene Woche die Wohnung des Ehepaars Marseille und die Zentralen des Klinikunternehmens in Berlin und Hamburg durchsucht.

Hintergrund der Maßnahme ist nach Angaben der Berliner Justiz der Verdacht, dass Marseille als Vorstandschef der Marseille-Kliniken AG, Verluste der TD Trump Deutschland im Konzernjahresabschluss zwischen 1. Juli 2000 und 30. Juni 2001 voll geltend gemacht hat, obwohl bereits im August 2000 die Hälfte der Anteile an die Trump Organization übertragen wurde. Die TD Trump Deutschland war eine Gemeinschaftsfirma zwischen der Marseille-Kliniken AG und der Trump Organization, die dem New Yorker Baumagnaten Donald Trump gehört. Sie sollte unter anderem in Stuttgart einen 180 Meter hohen Büroturm errichten.

Ein Sprecher der Marseille-Kliniken weist die Vorwürfe gegen Ulrich Marseille als "völlig aus der Luft gegriffen" zurück. Er erklärt, dass Marseille lediglich vom 1. Juli bis 31. August 2000 als Interims-Vorstandschef des Klinikkonzerns tätig war. Er habe an der Erstellung der Jahresbilanz nicht mitgewirkt. Hierfür war Wilhelm Hecker zuständig, der im September 2002 als Vorstandschef ausschied. Ulrich Marseille ist an der Marseille-Kliniken AG mit 75 Prozent beteiligt.

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