Stahlkonzern
Präsident von Schmolz und Bickenbach will weiter kämpfen

Der Präsident des Stahlkonzerns Zehnder dementiert Medienberichte, wonach er sein Amt aufgeben will. Er wolle nun erst recht weitermachen, nachdem Renova nur den gesetzlichen Mindestpreis für die Aktien zahlt.
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ZürichHans-Peter Zehnder, Verwaltungsratspräsident des Stahlkonzerns Schmolz und Bickenbach, hat am Montag Meldungen dementiert, denen zufolge er sein Amt aufgeben wolle. „Es kann keine Rede davon sein, dass der Verwaltungsrat oder ich als Präsident uns jetzt zurückziehen“, erklärte Zehnder am Montag per Mail. „Nachdem Renova ihre Geringschätzung der unabhängigen Aktionäre klar zum Ausdruck gebracht hat, indem sie nur den gesetzlichen Mindestpreis für die Aktien zahlen will, brauchen die 60% der freien Aktionäre unsere Unterstützung jetzt erst recht“, hieß es weiter.

Die „Schweiz am Sonntag“ hatte Zehnder wie folgt zitiert: „Es wird eine neue Generalversammlung und einen neuen Verwaltungsrat geben, mit Renova als dominierendem Aktionär. Da werde ich nicht mehr dabei sein.“ Die Zitate seien falsch und so nie abgestimmt worden, hieß es am Montag aus Zehnders Umfeld.

Um Schmolz und Bickenbach tobt seit Monaten ein Machtkampf zwischen dem Verwaltungsrat um Zehnder und die Gründerfamilie des Stahlkonzerns, die sich mit dem russischen Investor Viktor Vekselberg und seiner Holding Revona verbündet haben. Zuletzt ließ die Familie per Gericht die geplante Kapitalerhöhung sperren, weil sie die Hauptversammlungsbeschlüsse vom vergangenen Freitag für ungültig halten.

 

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