Stardesigner Roberto Cavalli sucht Finanzpartner
„Ich bin die Party“

Bescheidenheit ist nicht seine Stärke. „Ich hätte gerne im 16. Jahrhundert gelebt und eine Familie wie die Medici im Rücken gehabt“, sagt der aus Florenz stammende Modedesigner Roberto Cavalli ganz ohne Selbstzweifel. Aber die Medici können ihm nicht mehr helfen. Deshalb sucht er eine moderne Alternative.

MAILAND. Schon in den kommenden Tagen soll die Investmentbank Merrill Lynch einen Bieterprozess für das Modehaus in Gang bringen. Vor allem Private-Equity-Investoren kommen nach Ansicht Cavallis infrage.

„Ich bin nicht unsterblich, und meine Energien sind nicht unendlich: Ich brauche einen Partner, der mich in drei Jahren so schnell wachsen lässt, wie ich es sonst in zehn Jahren könnte“, sagt der 67-Jährige der italienischen Wirtschaftszeitung „Il Sole 24 Ore“.

Mit der Investorensuche geht Cavalli ein Problem an, vor dem viele seiner Kollegen stehen. Die meisten berühmten Designer sind in den 60er- und 70er-Jahren groß geworden und müssen nun schauen, wie sie ihre Unternehmen für die Zeit nach ihrer Herrschaft aufstellen, finanziell und personell.

Zurzeit läuft das Geschäft für Roberto Cavalli gut. Er kleidet Stars wie Shakira und Christina Aguilera auf ihren Tourneen ebenso wie die Spice Girls bei ihrer Comeback-Tour. Er schneidert ähnlich wie Karl Lagerfeld mal eine Kollektion für H&M. Und Cavalli, der gerne mit dicker Zigarre und Sonnenbrille auftritt, inszeniert sich am liebsten selbst. So lässt er H&M in seine prunkvolle Familienvilla bei Florenz, um einen Werbespot zu drehen. Da tobt bereits eine Party, als er auftaucht. Auf die Frage, ob er nicht die Party verpasse, antwortet Cavalli: „Ich bin die Party.“

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„Ich bin die Party“

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