Statistik
In China gibt es immer mehr Milliardäre

Angesichts der Wirtschaftskrise hat vergangene Woche die Meldung nicht überrascht, dass es in Deutschland deutlicher weniger Milliardäre gibt als vor der Krise. Ganz anders ist es in China. Hier stieg die Zahl der Superreichen – und das sogar um rund 30 Prozent.
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HB PEKING. Die Reichen in China werden immer reicher: Die Zahl der Dollar-Milliardäre ist um 29 auf 130 gestiegen. Ursache sind die boomenden Immobilien- und Aktienmärkte, die in China durch das Konjunkturprogramm und die massive Ausweitung von Bankkrediten zur Bewältigung der globalen Wirtschaftskrise einen Höhenflug erleben.

„Chinas Super-Reiche scheinen die Kreditklemme hinter sich gelassen zu haben“, hieß es in der jährlichen Hunrun-Liste mit den 1000 reichsten Chinesen. Ihr gesamtes Vermögen stieg in einem Jahr um 130 Mrd. auf 571 Mrd. Dollar. „Chinas Reichtum wächst mit halsbrecherischem Tempo“, sagte Rupert Hoogewerf, der Verfasser der Reichen-Liste, am Dienstag. Nur die USA haben noch mehr Reiche als China.

Der reichste Chinese ist mit 5,1 Mrd. Dollar der 43-jährige Wang Chuanfu an der Spitze des chinesischen Auto- und Batterieunternehmens BYD. Er sei in diesem Jahr an die Spitze geklettert, weil Chinas Automarkt trotz der Wirtschaftskrise um 30 Prozent zugelegt und der US-Investor Warren Buffett in das Unternehmen investiert habe, hieß es in dem Bericht.

Seit der erstmaligen Erstellung der Liste im Jahr 2004 hat sich die Zahl der Menschen, die ein Vermögen von mindestens 150 Mio. Dollar besitzen, verzehnfacht.

Nach Ansicht von Hoogewerf gibt es möglicherweise sogar doppelt so viele Dollar-Milliardäre wie in seinem Bericht erfasst. „Es gibt weiter eine große Zahl von Milliardären, die nicht auf dem Radar erscheinen, indem sie ein beträchtliches Vermögen fern vom Licht der Öffentlichkeit mit Immobilien, auf dem Aktienmarkt und durch Investitionen aufbauen.“

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