Steueraffäre

Verein und Politik setzen Uli Hoeneß unter Druck

Nach der Kritik aus den eigenen Reihen wird Uli Hoeneß nun auch von Peer Steinbrück attackiert. Der SPD-Kanzlerkandidat fordert den Bayern-Präsidenten auf, das Amt ruhen zu lassen. Edmund Stoiber verteidigt Hoeneß.
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Uli Hoeneß: Druck aus der Politik und den eigenen Reihen. Quelle: dpa

Uli Hoeneß: Druck aus der Politik und den eigenen Reihen.

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In die Steueraffäre um Uli Hoeneß kommt wieder Bewegung. Erst stellte Bayerns Vize-Chefkontrolleur den Verbleib Hoeneß' im Aufsichtsrat zur Diskussion, jetzt meldet sich nun Peer Steinbrück kritisch zu Wort. Der SPD-Kanzlerkandidat forderte Hoeneß in einem Interview mit dem Kölner Express auf, sein Amt als Aufsichtsratschef „mindestens“ ruhen zu lassen. Dass Hoeneß weiter dem Aufsichtsrat des Rekordmeisters vorsitze, sei „gelinde gesagt merkwürdig“, sagte Steinbrück.

„Viele Konzerne in Deutschland haben eine Art Verhaltenskodex, der ein Aufsichtsrats- oder Vorstandsmitglied im Fall der Anklage von Steuerbetrug zum Rücktritt veranlassen würde. Und der FC Bayern ist ja nicht nur ein Verein, sondern auch ein Wirtschaftsunternehmen“, sagte Steinbrück, der zugleich Mitglied im Aufsichtsrat von Borussia Dortmund ist.

Bayern-Aufsichtsrat Edmund Stoiber stellte sich indes hinter Hoeneß. „Wer Bundeskanzler werden will, sollte die Grundlagen unseres Rechtsstaates besser kennen. Polemik und öffentlicher Pranger können ein rechtsstaatliches Verfahren nicht ersetzen. Die rechtliche Bewertung dieser Selbstanzeige ist Sache des zuständigen Gerichts“, sagte Stoiber dem SID am Sonntag. Der „BVB-Aufsichtsrat Steinbrück“ solle „den Sport aus seinem missratenen Wahlkampf besser heraushalten“.

Der Gegenwind für Uli Hoeneß wird rauer. Selbst der Aufsichtsrat des FC Bayern München steht offenbar nicht geschlossen hinter seinem Vorsitzenden. Der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats, Audi-Vorstandschef Rupert Stadler, will nach Informationen der WirtschaftsWoche den Verbleib Hoeneß’ im Aufsichtsrat an das Kontrollgremiums zur Diskussion stellen – sofern das Landgericht München die Anklage zulässt.

Audi-Chef sieht Klage kritisch
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48 Kommentare zu "Steueraffäre: Verein und Politik setzen Uli Hoeneß unter Druck"

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  • Es müssen noch andere Gründe vorliegen, die Höness so sicher machen. Er bewegt sich frei und steht ständig mit Merkel in Kontakt. Ehemalige Mitarbeiter, Vereinsobere, Richter, Staatsanwälte kuschen vor Höness. Winterkorn soll sich angeblich vor H. fürchten. Was steckt dahinter? Ist H. Mafiaboss?

  • zu <na und<: Höneß ist ein gewiefter Steuerverbrecher, jahrzehntelang. Er hat sich diesen Verein zur Beute gemacht und ein Millionenvermögen -unversteurt bislang- ergaunert. Das ist Fakt. Jene, die diesem Tycoon beistehen und schützen, machen sich selbst strafbar. Die Winterkorn-Entourage im Verein werden noch mit Schimpf und Schande vom Felde gejagt.

  • Ich hab das Gefühl manche kapieren nicht das der Mann schuldig ist. Die Selbstanzeige macht Ihn ja nicht unschuldig, sondern erlaubt lediglich ne Strafe nach Gebühren-Tabelle. Das Problem ist das er wahrscheinlich mehr Geld über die Jahre illegal verdient hat als er jetzt abdrücken muss. Das Ganze Konzept mit der Selbstanzeige ist eine von den Lobby hörigen Politikern legalisierte Geldwäsche. Im übrigen ist Geldstrafe nun mal keine Strafe, wenn jemand zuviel davon hat. Was den Leuten wehtut ist Zeit. Braucht kein Knast sein. Wie wär mit 2 Jahren jede Werktag 8 Stunden am Würstchenstand arbeiten mit 25 Tagen Urlaub.

  • Sehr geehrter Hr. Stoiber, wie können sie als Politiker unseres Landes ( der nur das sogenannte " Wohl des Landes " im Sinn haben sollte !! ) eine Person die Steuern für unser Land hinterzieht, den Rücken stärken???? Da frägt man sich; warum tolerieren Sie so etwas, machen Sie oder Ihre Parteifreunde vielleicht auch solche Sachen???? Mal ganz ehrlich, Wähler ziehen Sie so nicht an. Mfg. D.Anim

  • Politik, Politiker und Parteien sägen zusehends an ihrem eigenen Ast, wenn sie nicht begreifen wollen, dass man a. nicht über andere Personen öffentlich herfallen darf und b. sich nicht in Themen einmischt, die der Gewaltenteilung unterliegen - hier der Justiz. Populismus und Egoismus sind keine gute Grundlagen für nachhaltiges Wirken.

  • In den statuten des FCB steht:wer innerhalb oder außerhalb des vereins unehrenhaft handelt wird ausgeschlossen!wieso gilt das nicht für diesen mann?er ist kriminell und das ist aktenkundig!seine selbst anzeige ist nur auf druck zustande gekommen,geschenkt,Herr Hoeneß!warum treten sie nicht zurück,Herr Hoeneß?weil sie ein rückgrat wie ein gartenschlauch haben!wieso schweigen die DAX-Firmen,die hinter dem FCB stehen?wieso schweigt Rotköpfchen Rummenige?oder kaiser Franz?keine meinung dazu?

  • Wahnsinn, was hier für Vergleiche herangezogen werden. Herr Hoeneß wusste fast 10 Jahre lang das er in diesem Zeitraum ständig Steuern hinterzogen hat. Gleichzeitig hat er ständig alle gemaßregelt und seinen französischen Bordellgänger(ich sag nur minderjährig-das hätte sich mal ein anderer Bundesligaspieler erlauben sollen...was dem Uli wohl dazu eingefallen wäre)verteidigt. Das ist schon eine monströse Wahrnehmungsstörung. Ein Wahnsinn.

  • " Edmund Stoiber verteidigt Hoeneß. " Ja klar, die Amigos wieder auf einem Haufen...

  • Die Justiz muß erstmal alle Straftaten Hoeness beweisen, und ihn dann verurteilen nach unseren Gesetzen.
    Ein mildes Urteil wegen politischem Druck würde unserer Justiz nicht gut zu Gesicht stehen.
    Die Frage bleibt nach wie vor: sollte das mit den 100 oder mehr Millionen stimmen, woher stammen diese? Sicherlich kein legal erworbenes und versteuertes Geld, denn mit seiner Wurstküche kann nicht soviel verdient werden.
    Wünsche der Staatsanwaltschaft fröhliches "Bohren" nach den Geldquellen und viel Mithilfe aus der Schweiz dabei!
    Die Hintermänner von Hoeness müssen genannt werden!

  • Auch für Herrn Höneß sollte trotz selbstanzeige die Unschuldvermutung gelten, er kann ja einem Verbotsirrtum erlegen sein.
    Wenn Herr Stadler nun sich gegen Uli stellt, ist dies unloyal, man sollte einfach keinen Audi mehr kaufen und fahren. Unser Verteidigungsminister versenkte das Geld von etwa 500 Uli Höneß und ist noch immer im Amt, also Kirche im Dorf lassen

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