Steuern & Abgaben
Entfernungspauschale: Was Arbeitgeber wissen sollten

Mit dem Steueränderungsgesetz 2007 vom 19.07.2006 (BGBl. I 2007 S. 1652) ist (wohl aus fiskalischen Gründen) die Systematik der Berücksichtigung von Aufwendungen für die Wege zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte/Betrieb geändert worden. Nach §§ 4 Abs. 5a, 9 Abs. 2 EStG stellen Aufwendungen für Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte/Betrieb keine Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben mehr dar.

Bedeutung entfaltet der Systemwechsel auch im Rahmen des Lohnsteuerabzugs durch den Arbeitgeber bei der Ermittlung des geldwerten Vorteils aus der Überlassung von Dienstwagen (auch Sozialversicherungspflicht).

Nutzt der Arbeitnehmer ein Dienstfahrzeug für Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, so ist bei der Anwendung der 1%-Regelung hierfür ein zusätzlicher monatlicher Betrag zu versteuern (0,03% des Bruttolistenpreises × Anzahl der Entfernungskilometer × Kalendermonate), der um den als Entfernungspauschale berücksichtigungsfähigen Betrag zu kürzen ist. Ab Veranlagungszeitraum 2007 ist der geldwerte Vorteil erst ab dem 21. Entfernungskilometer zu kürzen (entsprechendes gilt bei der Fahrtenbuchmethode).

Erfolgt die Pauschalbesteuerung des geldwerten Vorteils für Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte nach § 40 Abs. 2 Satz 2 EStG mit 15%, so ist die Höhe des pauschal versteuerbaren Betrags auf den "wie" Werbungskosten berücksichtigungsfähigen Betrag der Entfernungspauschale beschränkt. Das "Werkstorprinzip" hat insoweit zur Folge, dass sich der mit dem persönlichen Einkommensteuersatz des Arbeitnehmers zu versteuernde verbleibende geldwerte Vorteil (0,03% des Bruttolistenpreises × Anzahl der Entfernungskilometer × Kalendermonate abzgl. des pauschal versteuerten Betrages) erhöht. Dieser Betrag unterliegt auch der Sozialversicherungspflicht.

Die Lohnsteuerpauschalierung für Zuschüsse zu den Aufwendungen des Arbeitnehmers für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (§ 40 Abs. 2 Satz 2 EStG) setzt voraus, dass der Zuschuss Aufwendungen des Arbeitnehmers für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte ab dem 21. Entfernungskilometer abdeckt (der nach § 9 Abs. 2 EStG berücksichtigungsfähige Betrag darf nicht überschritten werden).

Mehr zu diesem Thema lesen Sie » hier.

Quelle: SR vom 26.01.2007, Heft 02, Seite 41-41

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%