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Cewe Color: Die Zukunft in der Linse

An technologischen Revolutionen können Unternehmen schnell zu Grunde gehen. Der Fotodienstleister Cewe Color bewies beim Wechsel zur Digitalfotografie Mut. Heute schwimmen die Oldenburger auf der digitalen Welle oben.

Ein Mitarbeiter der CeWe Color Holding AG in Oldenburg überprüft den Lauf von Color-Negativrollen in den Farbbild-Printer. Quelle: dpa
Ein Mitarbeiter der CeWe Color Holding AG in Oldenburg überprüft den Lauf von Color-Negativrollen in den Farbbild-Printer. Quelle: dpa

DüsseldorfTechnologiewandel kann grausam sein. Quasi über Nacht macht er das Kerngeschäft so manchen Traditionsunternehmens komplett überflüssig. So erlebte es der Fotodienstleister Cewe Color. Doch das Oldenburger Unternehmen gab nicht auf. Durch mutige Innovationen gelang es ihm, schnell von analoger auf digitale Fototechnik umzustellen. Heute ist Cewe Color in vielen Bereichen Marktführer, und das in ganz Europa.

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„Sie zerstören mein Lebenswerk!“ rief Firmengründer Heinz Neumüller empört, als ihm 1997 der damalige Technikchef den Prototypen der ersten digitalen Bildannahmestation präsentierte. Doch am nächsten Tag schon wollte Neumüller wissen: „Wann ist das erste Gerät fertig?“

Ohne langes Zaudern gründete Neumüller im selben Jahr Cewe Digital – eine Zukunftsfirma innerhalb seiner alten Firma. Tüftelten anfangs nur 17 Mitarbeiter auf der experimentellen Spielwiese an der neuen Digitaltechnik, waren es bald 120. Ein Ergebnis ihrer Entwicklungsarbeit: der heutige Weltstandard der variablen Bildlänge, d.h. beim Ausdrucken werden keine Bildinhalte abgeschnitten.

Die Zukunftsfirma wuchs kräftig und wurde im Jahr 2004 wieder integriert. Heute ist das einstige Experimentallabor das Kerngeschäft des Unternehmens. Mit analoger Fototechnik macht Cewe Color nur noch zehn Prozent seines Umsatzes. Die Oldenburger kommen mit etwa 2700 Mitarbeitern auf knapp 450 Millionen Euro Umsatz.

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