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Einkauf: Wo Sparfüchse Beute machen

In der Krise nehmen Firmen ihre Beschaffung ins Visier. Denn dort lassen sich mit kleinen Tricks die Kosten meist erheblich drücken - und zwar schnell.

Quelle: dpa
Quelle: dpa

DÜSSELDORF "Jede Woche eine neue Welt." In Sachen Einkauf gilt Tchibo als absoluter Profi - zumindest was Kaffee und Aktionsware angeht. Die Einkäufe abseits des Kerngeschäfts - von der Büroklammer bis zur Fensterreinigung - standen eher im Schatten, wie in so vielen Unternehmen.

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"Jede Biene sticht", dachte sich Yves Müller, der verantwortliche Vorstand für Service und Finanzen, und ließ die Beschaffung für den internen Gebrauch auf Sparpotenziale abklopfen. Und siehe da: Neun Prozent konnte Tchibo von diesem 800-Millionen-Euro-Budget sparen.

"Im Einkauf sind es oft die ganz banalen Dinge, die in der Masse viel bringen", konstatiert Müller. "Beim Büromaterial etwa muss es nicht immer Markenware sein - so konnten wir 60 Prozent sparen. Nach Analyse unseres Telefonierverhaltens haben wir maßgeschneiderte Verträge ausgehandelt, das sparte 60 Prozent."

Viele Unternehmen suchen derzeit händeringend nach Sparpotenzial. So rückt nun auch die sonst wenig beachtete Beschaffung ins Blickfeld. Laut "Handelsblatt Business Monitor" planen sechs von zehn deutschen Managern, die restrukturieren wollen - und das waren im November 43 Prozent - Kostensenkungen im Einkauf.

Markus Bergauer, Vorstand der Einkaufsberatung Inverto: "Der Einkauf bietet gerade in der Krise viele Möglichkeiten, relativ schnell und einfach Sparerfolge zu erzielen - ohne dass dies auf Kosten der Belegschaft geht."

"Viele Unternehmen besitzen gar keine Einkaufsstrategie", so die erschreckende Erkenntnis von Carsten Vollrath, verantwortlich für Operations Management im Beratungshaus Arthur D. Little. Gerade einmal die Hälfte der Unternehmen hat ihre Beschaffung schon auf den Prüfstand gestellt, schätzt Gerd Kerkhoff, Chef der Einkaufsberatung Kerkhoff Consulting. "Banken wissen oft gar nicht, dass sie einen Einkauf haben."

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