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Exklusiv-Studie: Warum Firmen weiter auf Entlassungen setzen

Die deutsche Wirtschaft wächst - sogar stärker als erwartet. Das liegt vor allem an der steigenden Nachfrage aus Schwellenländern, aber auch an der schlanken Struktur der deutschen Firmen. Sparen heißt in aller Welt das Gebot der Stunde. Und das geht noch weiter, wie eine aktuelle Studie eindrucksvoll belegt. Gerade beim Personal wird kräftig gekürzt, vor allem bei Banken.

Quelle: dpa
Quelle: dpa

DÜSSELDORF. 69 Prozent der Unternehmen weltweit planen in den nächsten zwölf Monaten, die Kosten weiter zu drücken. Das geht aus einer bisher unveröffentlichten Studie der Unternehmensberatung Accenture hervor, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt. Das Beratungsunternehmen befragte Vorstände von 1405 Konzernen aus Amerika, Großbritannien, Spanien, Frankreich, Deutschland und Italien. Mehr als ein Drittel der befragten Unternehmen kürzt beim Personal, insbesondere im General Management.

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Besonders die USA drückt auf die Bremse. Hier planen sogar 76 Prozent der Unternehmen konkrete Einsparungen bei den Kosten. Allerdings kürzt mehr als die Hälfte der Konzerne nur ein bis fünf Prozent der Gesamtkosten. In Großbritannien gehen die Einschnitte deutlich tiefer. 35 Prozent der befragten Unternehmen haben vor, um mehr als zehn Prozent einzusparen.

Bereits im vergangenen Jahr hatten weltweit 39 Prozent der Konzerne mehr als zehn Prozent der Gesamtkosten gedrückt. Die geplanten Einschnitte gehen tief. Zwei von fünf Finanzinstituten wollen sechs bis zehn Prozent einsparen, bei 18 Prozent der Geldhäuser sind es elf Prozent und mehr der Gesamtkosten. Drei Prozent der Banken wollen sogar mehr als 20 Prozent kürzen. "Noch bis vor ein paar Wochen herrschte Krisen-Hanami in den Chefetagen großer Banken. Die Institute legten strenge Sparprogramme auf, die in den nächsten zwölf Monaten trotz Aufschwung weiterlaufen", begründet Christian Campagna von Accenture das Ergebnis.

In Deutschland planen 69 Prozent der befragten Unternehmen, den Rotstift zu zücken. Fast 40 Prozent beabsichtigen, beim Personal zu sparen. Allerdings gehen die Einschnitte nicht sehr tief. Knapp die Hälfte will lediglich um ein bis fünf Prozent der Gesamtkosten kürzen.

Zuletzt waren die Signale vom deutschen Arbeitsmarkt positiv. Die Gesamtzahl offener Stellen nähert sich wieder der Millionenmarke, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ermittelt hat. Danach waren im zweiten Quartal dieses Jahres 977 000 Arbeitsplätze verfügbar, zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Grund: In Deutschland sorgt der Mittelstand für das Gros der Arbeitsplätze. In der Studie wurden dagegen mehrheitlich Großkonzerne befragt.

  • 18.08.2010, 18:35 UhrAnonymer Benutzer: Anton

    Wenn diese börsennotierten Konzerne, - die mit banken und Aktionären sowie iHREM gesamtem Finanzunwesen durch Arbeitnehmer und Völker gerettet werden mußten, - sich nicht endlich wieder auch iHRER sozialen Verantwortung stellen, könnte das inzwischen ausgesprochen übel für das gesamte Land / die EU / die Welt enden.

    Und dann werden auch deren angehäufte Vermögen nicht mehr sicher sein. Wenn nämlich nur noch REALE WERTE gefragt sind.

    Kehrt um und beginnt endlich auch die Erfolge zu teilen, die die Menschen mit ihrer Hände Arbeit mit erwirtschaftet haben!

  • 18.08.2010, 11:08 UhrAnonymer Benutzer: Aufklärung08

    @Diskutierender

    "Gott sei Dank lebe ich seit dem Frühjahr in der Schweiz, ..."

    Als Arbeitnehmer, Arbeitgeber oder Rentner?

  • 18.08.2010, 09:35 UhrAnonymer Benutzer: aruba

    Guten Tag,.... das kann ich ihnen erklaeren. Laueft es gut, wird alles in die eigene Tasche gesteckt. Laeuft es beschissen, dann teilt man die Verluste gerne mit dem Fussvolk. Es ist zum kotzen. besten Dank

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