Strategie

Warum Unternehmen in Kinder investieren

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Warum die Förderkriterien absurd sind

Wer das Gelände von Mekra Lang betritt, stößt überall auf Kinderspuren. Vor der Stempelmaschine für die Fabrikarbeiter reihen sich die Kinderwagen, am Eingang kleben Micky-Mäuse. Jedes Jahr an Fasching ziehen verkleidete Kinder durch das Betriebsgelände, mit Musik, Konfetti und Gummibärchen.

So binden Unternehmen ihre Mitarbeiter

  • Platz 6

    Stress auf der Arbeit nervt. Deshalb wünschen sich viele Mitarbeiter die Möglichkeit, arbeitsbezogenen Stress zu begrenzen. Gerade Leistungsträger eines Unternehmens finden dies wichtig (Platz vier). Nachwuchstalente hingegen sind offenbar noch stressresistenter - für sie gehört die Möglichkeit nicht zu den zehn Punkten, die sie an ein Unternehmen bindet.

  • Platz 5

    Die Deutschen wollen auch eine gute Atmosphäre im Büro. Das Arbeitsumfeld gehört im Ranking Mitarbeiterbindung zu den Top Fünf. Bei Nachwuchstalenten kommt es sogar auf den vierten Platz.

  • Platz 4

    Mitarbeiter wollen auf ihr Unternehmen Vertrauen können. Daher zählt für sie Vertrauen in das Top-Management (Platz vier). Für Nachwuchskräfte ist dieser Punkt tendenziell wichtiger (Platz drei). Bei Leistungsträgern kommt das Vertrauen gar an erster Stelle.

  • Platz 3

    Wie bei der Mitarbeitergewinnung ist auch bei der Bindung die Sicherheit des Arbeitsplatzes von Bedeutung. Dazu zählen laut Towers Watson zum Beispiel eine verkürzte Probezeit bei einigen Stellen oder Alternativen zum Stellenabbau. Leistungsträger und Nachwuchstalente interessieren diese Punkte dagegen nur wenig: Bei ihnen kommt Sicherheit nur auf den sechsten Platz bzw. nicht in die Top Ten.

  • Platz 2

    Unternehmen sollten ihren Mitarbeitern zudem Chancen bieten, ihre Karriere voranzutreiben. Für Beschäftigte und Leistungsträger zählen Aufstiegsmöglichkeiten zu den zweitwichtigsten Aspekten in einem Job. Bei den Nachwuchskräften kommen die Karrierechancen sogar auf den ersten Platz.

  • Platz 1

    Wer seine Mitarbeiter binden will, sollte vor allem eins: sie anständig bezahlen. Denn das Grundgehalt schafft es bei den meisten Deutschen auf Platz eins bei der Mitarbeiterbindung. Nachwuchskräfte und Leistungsträger finden den Lohn zwar auch wichtig (Platz zwei und drei), halten es aber nicht für das Hauptargument, einem Unternehmen treu zu bleiben.

    Quelle: Towers Watson, Global Workforce Studie 2012

Mit zehn Kindern fing es an, heute werden 89 Kinder zwischen sechs Monaten und zwölf Jahren im Frieda-Lang-Haus betreut. Neben der Krippe gibt es einen Kindergarten, eine Nachmittagsbetreuung für Schulkinder und seit Sommer 2010 auch eine private Grundschule mit Bioessen und Montessori-Pädagogik. Die Einrichtungen schließen nur über Weihnachten. Die Plätze sind so begehrt, dass auch Nicht-Firmenangehörige ihre Kinder zu Mekra Lang bringen, manche fahren 30 Kilometer weit.

Susanne Lang hätte gern noch mehr getan für die Familien - eine Million Euro wollte sie investieren, um das Frieda-Lang-Haus auf 120 Plätze aufzustocken. Doch an die Zuschüsse, mit denen der Staat den Bau von Kindertagesstätten unterstützt, kam Lang nicht heran.

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Die benachbarten Gemeinden, die das Staatsgeld hätten beantragen müssen, stellten sich quer. Lang glaubt, dass sie keine Einrichtung in einer anderen Gemeinde fördern wollten, weil sie ja selbst Kindertagesstätten betreiben. Dass deren starre Öffnungszeiten und lange Betriebsferien für berufstätige Eltern ungenügend sind, zählte dabei nicht. Und ohne die Unterstützung der Kommunen gab es auch kein Geld vom Land.

„Die Förderkriterien sind absurd“, sagt Lang und meint jene Vorschriften, die darüber entscheiden, was bezuschusst wird und was nicht. Zum Beispiel der Speisesaal. In der geplanten Einrichtung sollten neben Kindergartenkindern auch Schulkinder versorgt werden - in einer gemeinsamen Kantine.

Darum engagieren sich Mitarbeiter in ihrem Unternehmen

  • Platz 5

    Damit sich die Mitarbeiter in einer Firma nachhaltig engagieren, muss das Unternehmensimage stimmen. Nur, wer vertreten kann, was er verkauft, wird seinen Arbeitgeber unterstützen - Platz 5.

  • Platz 4

    Einen Einfluss hat auch der direkte Vorgesetzte. Wenn er mit gutem Beispiel voran geht oder die Mitarbeiter motivieren kann, steigert dies ihr Engagement.

  • Platz 3

    Wichtig ist den Arbeitnehmern auch, dass sie verstehen, wofür sie sich engagieren. Ziel- und Strategieverständnis sind daher für die Mitarbeiter von großer Bedeutung bei ihrem Engagement.

  • Platz 2

    Nachhaltiges Engagement funktioniert nur, wenn die Beschäftigten auch die Kraft dafür aufbringen können. Stress, Work-Life-Balance & Arbeitsbelastung müssen ein Unternehmen daher stets berücksichtigen.

  • Platz 1

    Die Unternehmensleitung hat einen entscheidenden Einfluss auf das Engagement ihrer Mitarbeiter: Für die Beschäftigten ist das Top-Management der wichtigste Einfluss. Derzeit engagieren sich fast 30 Prozent der Deutschen nachhaltig. Soll heißen: Sie setzen sich überdurchschnittlich viel für ihr Unternehmen ein.

Wenn aber beide Gruppen dort essen, gibt es kein staatliches Geld, weil das nur für Kindertagesstätten vorgesehen ist. Das Gleiche gilt für die Toiletten und die Heizung. Lang wird wütend, wenn sie das erzählt: „Wir sind dabei, unser höchstes Gut, unsere Kinder, aufs Spiel zu setzen!“

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  • 10.02.2013, 10:38 Uhrpro-D

    Das wird ja auch Zeit, dass unsere weiblichen Leistungsträger ihre Kinder durch Fachkräfte der Firma betreuen lassen können. Ohne diese Möglichkeit ist die Karriere bald futsch, wenn wirklich Nachwuchs kommt.

  • 10.02.2013, 11:15 UhrMaxwell

    Was für eine Kranke Entwicklung im Land!Es wird doppelt soviel Geld wie in Skaninavischen Ländern in die Betreuung gepumpt trotzdem funktioniert es nicht.Es ist nicht die Aufgabe der Unternehmen die Unfähigkeit des Staates noch zu honorieren.Damit stellt sich zwangsläufig die Frage der "Sozialen Fairness" im Land.Diese Alibiveranstaltung der Schröder als Familienministerin ist rausgeschmissenes Geld .

  • 10.02.2013, 11:23 UhrRealistin

    @Maxwell

    Diese kranke Gesellschaft lebt von Schizophrenie, Gier, Machtbesessenheit, Narzissmus und Selbstdarstellung! Das kann man als normaler Mensch mit einem gesunden Menschenverstand nicht mehr begreifen. Und genau deswegen geht dieses BRD auch den Bach herunter!!

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