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HP Palm TouchPad: Details, die es in sich haben

Was man mit Geld alles machen kann! Nach der Übernahme durch HP blüht der schon totgesagte Smartphonepionier Palm wieder richtig auf. Das neue Touchpad ist das beste Beispiel. Abzuwarten bleibt nun nur noch der Preis.

HP Palm TouchPad: Das Gerät ist Apples iPad wie aus dem Gesicht geschnitten. Quelle: dapd
HP Palm TouchPad: Das Gerät ist Apples iPad wie aus dem Gesicht geschnitten. Quelle: dapd

Was man mit Geld alles machen kann! Nach der Übernahme durch HP blüht der schon totgesagte Smartphonepionier Palm wieder richtig auf. Das neue Touchpad ist das beste Beispiel.

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Die Komplettübernahme von Palm war für Hewlett-Packard die richtige Entscheidung. In Rekordzeit hat der Techgigant damit auf dem Tabletmarkt einen Fuß in die Tür bekommen. Basierend auf dem bekannten (und leider wenig erfolgreichen) WebOS von Palm kommt im Sommer das Touchpad auf den Markt, ein 9,7-Zoll-Tablet-PC, der dem iPad von Apple wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Aber das wird in Zukunft immer öfter passieren, denn das ist wie bei den Flachfernsehern: Die unterscheiden sich auch nur noch im Detail.

Diese Details haben es beim Touchpad aber in sich. Das fängt beim integrierten Micro-USB-Anschluss an, den Stereolautsprechern, der auf der Frontseite integrierten Webcam für Videotelefonie und dem leistungsstarken Zweikernprozessor, der im ersten Schnelltest einen sehr guten Eindruck hinterließ. Der Bildaufbau erfolgt ruckelfrei, die Auflösung ist mit 1024 x 768 Bildpunkten erfreulich hoch. Als besonderes Schmankerl gibt es den „Touch to Share“-Punkt. Berührt man mit der Rückseite eines der neuen HP-Smartphones Veer oder Pre3 das Gehäuse des Touchpads, wird die URL einer im Browser aufgerufenen Webseite in den Smartphone-Browser übertragen. Da ist mehr denkbar. Über den Berührungspunkt könnten auch Fotos, Dokumente oder Kontaktkarten übertragen werden. Schick: Kommt auf dem Smartphone eine SMS oder ein Anruf an, kann der Nutzer direkt vom Tablet aus antworten.

Einen durchdachten Eindruck hinterlässt die Bedienoberfläche. Offene Programme werden auf Karten angezeigt. Öffnet man während der Nutzung ein weiteres Programm, etwa den Webbrowser oder die Fotoansicht, wird dieses Fenster dem Ursprungsprogramm zugeordnet und auf den Kartenstapel gelegt. Zwischen den Kartenstapeln wird per Fingerwisch navigiert, wird ein Fenster nach oben aus dem Bildschirm geschubst, wird es geschlossen.

Soziale Dienste aus dem Web werden integriert, wo möglich. Adressen werden aus mehreren Kontaktlisten gesammelt angezeigt, Fotos aus Internetbilderdiensten stehen, Webverbindung vorausgesetzt, neben den Fotos im Tabletspeicher.

Sehr schön ist die Bildschirmtastatur. Vier Modi von ganz klein bis groß erlauben eine individuelle Anpassung an die Tippgewohnheiten.

Das Gewicht gibt HP mit gut 740 Gramm an, das ist leicht über dem iPad mit 3G-Modul. Wie lange der 6800-mAh-Akku durchhält, wird sich zeigen müssen. Ein kluger Schachzug im Kampf mit Apple ist die Integration des Amazon-Buchshops inklusive Amazons kostenlosen Whispersync-Datendiensts zum Buchkauf.

Fazit: Eine gelungene Vorstellung! Was jetzt noch fehlt, ist der richtige Preis. Den will HP noch nicht verraten. Aber er dürfte kaum über dem des kommenden iPad liegen. Dann ist das Touchpad eine echte Alternative.

Axel Postinett berichtet für das Handelsblatt aus dem Silicon Valley über Technologietrends.


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