Strategie

So gelingt Firmen das Comeback

« 5 / 7 »

Vorbild McDonald's

McDonald's leuchtet wieder. Quelle: AFP
McDonald's leuchtet wieder. Quelle: AFP

Anfang 2003 brachte es der damalige McDonald’s-Vorstandschef Jim Cantalupo auf den Punkt. „Wir haben unsere Augen von den Fritten genommen und dafür den Preis gezahlt“, sagte er. Es war der Jargon, der in der Fast-Food-Kette verstanden wurde.

Die Marge war unter Druck geraten, die Kunden strömten nicht mehr wie gewohnt in die Läden. Der Umsatz in Filialen, die länger als ein Jahr geöffnet waren, schrumpfte in den Jahren 2001 und 2002.

Als globaler Konzern ging McDonald’s auf die Suche, wie das Unternehmen neu belebt werden kann. Ziel: Mehr Kunden in die bestehenden Läden zu locken. Es bedeutete die Abkehr davon, das Heil in der Eröffnung immer neuer Restaurants zu suchen.

Die globale Präsenz half bei der Suche. In Australien lernte das Unternehmen, dass sich Kaffeespezialitäten zu gehobenen Preisen verkaufen ließen. Mit den Produkten ließ sich zudem auch eine andere Kundenstruktur in die Läden locken – solche die besser bezahlen.

Die Speisekarte wurde umgebaut. Zu den klassischen günstigen Hamburgern und Cheeseburgern gesellten sich zunehmend auch hochpreisige Menüs. Und bei der Gestaltung erhielten die Regionalgesellschaften mehr Handlungsspielraum, um den unterschiedlichen Kundenbedürfnissen besser gerecht zu werden.

Gründe für das Scheitern von Unternehmen

  • Problembereich 1

    Mittelwert 5,2

    Wandel/Veränderung erkennen und beherrschen

    (7=wichtigster Grund, 1=am wenigsten wichtigster Grund)

  • Problembereich 2

    Mittelwert 4,4

    Verhalten und Persönlichkeit der Führungskräfte

    (7=wichtigster Grund, 1=am wenigsten wichtigster Grund)

  • Problembereich 3

    Mittelwert 3,5

    Operatives Handwerkszeug

    (7=wichtigster Grund, 1=am wenigsten wichtigster Grund)

  • Quelle

    Umfrage unter Partnern von Roland Berger Strategy Partners. Zitiert in „Gute Führung“ von Burkhard Schwenker und Mario Müller-Dofel. Erschienen 2012 bei BrunoMedia Verlag.

In Frankreich lernte das Unternehmen, dass eine Umgestaltung der Filialen nicht nur Kosten bedeuten musste. Ein hochwertiges Ambiente, wie es McDonald’s-Restaurants vorher nicht gekannt hatten, brachte messbaren Erfolg.
Im Jahr 2006 machte McDonald’s weltweit einen Umsatz von 20,9 Milliarden Dollar – 2011 waren es 27 Milliarden Dollar.

Anzeige

Mittlerweile gerät der Konzern auf dem Heimatmarkt wieder unter Druck. Es scheint Zeit zu sein, nach dem nächsten Ansatz zur Wiederbelebung zu suchen.

  • Die aktuellen Top-Themen
Vater des Renntigers: Skifabrikant Franz Völkl gestorben

Skifabrikant Franz Völkl gestorben

Er startete mit einfachen Holzbrettern und wurde zum Vater der modernen Carbon-Skier: Der Straubinger Fabrikant Franz Völkl starb im Alter von 87 Jahren. Er revolutionierte auch das Design mit dem legendären Zebramuster.

Entschädigung für Yukos-Eigner: Milliarden-Quittung für Putin

Milliarden-Quittung für Putin

Schwere Niederlage für Wladimir Putin: Ein internationales Gericht hat Russland dazu verurteilt, den Ex-Eigentümern des zerschlagenen Ölkonzerns Yukos 50 Milliarden Dollar zu zahlen. Ein Urteil mit politischer Brisanz.

Sparpläne konkretisiert: Commerzbank streicht 450 Stellen

Commerzbank streicht 450 Stellen

Die Commerzbank senkt Kosten, wo sie nur kann - vor allem aber bei ihren Mitarbeiter. Rund 450 Stellen will sie im September streichen. Gewerkschafter kritisieren, dass sich die Bank aus den Tarifverträgen flüchte.

  • Business-Lounge
Business-Lounge: Die großen Auftritte der Entscheider

Die großen Auftritte der Entscheider

Premieren, Feste, Symposien oder Jubiläumsfestivitäten – es gibt viele Anlässe, bei denen die Größen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft im Mittelpunkt stehen. Verfolgen Sie die Auftritte in Bildern.

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DEUTSCHLANDS ANZEIGENPORTAL FÜR UNTERNEHMENS-VERKAUF UND UNTERNEHMENSNACHFOLGE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Verkaufsangebote Verkaufsgesuche




 

.