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Luxusprodukte: Wie Porsche seine Marke zu Geld macht

Während bei den Luxusflitzern von Porsche die Zeiten zweistelligen Wachstums vorerst vorbei sind, läuft das Geschäft des Sportwagenbauers mit teuren Accessoires blendend. Und künftig will der Premiumhersteller den Vertrieb seiner Luxusprodukte sogar noch ausdehnen.

von Martin Buchenau
Blick in der Berliner Porsche-Design-Store. Foto: dpa
Blick in der Berliner Porsche-Design-Store. Foto: dpa

STUTTGART. Während bei den Luxusflitzern von Porsche die Zeiten zweistelligen Wachstums vorerst vorbei sind, läuft das Geschäft des Sportwagenbauers mit teuren Accessoires blendend. "Wir spüren die Finanzkrise nicht", sagt der seit einem Jahr amtierende Chef der Porsche Design Group, Jürgen Robert Geßler. Das Geschäft mit der Markendehnung boomt: Der Umsatz mit Reisegepäck, Uhren und Brillen stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr (31.7.) um 37 Prozent auf 63 Mio. Euro - trotz eines deutlich langsameren Wachstums in den USA. Die Sparte mache Gewinn. Genaue Zahlen nennt Geßler aber nicht.

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Der 44-Jährige ist Nachfolger von Siegmund Rudigier. Der Ex-Manager von Donna Karan hatte, aus der Modebranche kommend, ehrgeizige Ziele ausgegeben und wollte den Umsatz verdoppeln. Allerdings mit sehr hohen Investitionen in aufwendige Geschäfte an sündhaft teuren Standorten. Das passte offensichtlich nicht zur hinlänglich bekannten Sparsamkeit von Porsche-Chef Wendelin Wiedeking, der bei jeder Aktivität des Hauses streng auf die Rendite schaut. "Wir machen nichts, was sich nicht rechnet", sagt der

Mit dem Wirtschaftsingenieur Geßler ist nun ein Pragmatiker mit Erfahrung im Marketing bei Daimler, BMW und in einer Werbeagentur auf den Chefposten gerückt. Seit 2002 leitete er das Marketing von Porsche Deutschland. Kein Wunder, dass er sich auf die "Kernproduktgruppen" fokussiert.

Sein Vorgänger wollte Porsche-Design noch auf wesentlich weitere Produktfelder ausrollen. Dabei gab es aber sehr wechselnden Erfolg: Porsche-Bohrmaschinen, gebaut von Metabo, blieben wie Blei in den Regalen liegen. Während die von Poggenpohl gebaute Porsche-Küche zumindest medial ein Renner ist. Mobiltelefone für 1 200 Euro verkaufen sich hingegen wie geschnitten Brot. "Bei Porsche ist es wichtig, dass das Produkt öffentlich genutzt wird, es einem Status verleiht und man sich gegen Leute abgrenzt, die sich das nicht leisten können", erklärt Franz-Rudolf Esch, Marketing-Professor an der Universität Gießen.

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