
DÜSSELDORF. Die Kaffeehauskette Starbucks, der IT-Riese IBM und der koreanische Mischkonzern Samsung haben eines gemeinsam: Sie sind aus Sicht führender Management-Professoren Vorbild und Messlatte für andere Unternehmen.
Topkandidat ist Apple: Dessen Produktfeuerwerk beeindruckt Wissenschaftler aus aller Welt am stärksten. Doch auch die drei anderen Unternehmen verfügen über optimale Strategien zur Überwindung der Krise. Dies unterstrichen Professoren von führenden Business-Hochschulen im aktuellen Handelsblatt Management-Forum.
Für sie ist Apple Inbegriff permanenter Innovation und IBM vorbildlich wegen der globalen Organisation. Starbucks Stärke sei die Fähigkeit, aus Fehlern der Vergangenheit zu lernen. Samsung stehe für eine optimale Verteilung der Geschäftsrisiken. „Alle Champions nutzen dasselbe Erfolgsrezept. Sie kennen ihre Kunden und schaffen darüber hinaus völlig neue Bedürfnisse“, fasst Christian Salm, Partner der Unternehmensberatung Santiago das Ergebnis des Management-Forums zusammen.
Das Handelsblatt-Forum befragt regelmäßig Professoren an zwölf Business-Hochschulen in Amerika, Asien und Europa. Darunter sind renommierte Einrichtungen wie Yale, Columbia (USA), IESE in Barcelona, Uni St. Gallen, die China Europa Business School in Shanghai oder die International Business School im indischen Hyderabad.
Unter den Teilnehmern finden sich Experten wie Bernd Schmitt (Columbia) oder Oliver Rutz (Yale). Die vollständige Matrix mit den Ergebnissen ist an dieser Stelle nachzulesen. Das Forum ist eine Kooperation des Handelsblatts mit der Unternehmensberatung Santiago Advisors und dem Mainzer Wissenschaftler Ronny Fürst, Studienleiter der European Management School EMS.
Im Mittelpunkt des aktuellen Forums steht die Frage nach „Wege aus der Krise“. Die sind in den Regionen Amerika, Asien und Europa ganz unterschiedlich, stellen die Wissenschaftler fest. In den alten Industrienationen Europas und Amerikas treffen die Manager demnach „strukturelle Vorkehrungen für eine längere Krise“. Mit anderen Worten: Ausufernde Staatsverschuldung und Währungsturbulenzen machen die Führungskräfte in den Regionen vorsichtig.
Im Gegensatz dazu setzen die Manager aus Asien schon wieder voll auf Wachstum. Themen wie „Stärkere Effizienz“ sind dort kaum auf der Agenda. Die Region koppelt sich mehr und mehr vom Westen ab, sind die Wissenschaftler überzeugt. „Der gemeinsame Dampfer der westlichen Welt lässt seine Crew unter Deck im Maschinenraum arbeiten“, fasst Ronny Fürst den Trend zusammen. „Die Asiaten hingegen stehen auf der Kommandobrücke und gehen volle Kraft voraus auf Wachstumskurs.“