Strategie

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Plan B: Firmen bereiten sich auf Euro-Desaster vor

Immer mehr Unternehmer und Banker bereiten sich der Beratungsgesellschaft BCG zufolge auf ein Zerbrechen der Euro-Zone vor. Seit geraumer Zeit gäbe es Maßnahmenkataloge, was im Ernstfall zu geschehen habe.

Frankfurter Bankenviertel. Rüsten für den Ernstfall. Quelle: dpa
Frankfurter Bankenviertel. Rüsten für den Ernstfall. Quelle: dpa

FrankfurtDeutsche Banken und Industriekonzerne rüsten sich nach Ansicht eines Unternehmensberaters immer mehr für ein Zerbrechen der Euro-Zone. "Rund ein Drittel der Führungskräfte in deutschen Unternehmen hält es für wahrscheinlich, dass der Euro in einen Nord-Euro und einen Süd-Euro zerfallen könnte", sagte Alexander Roos, Partner bei der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG), der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Zwar gehe eine Mehrheit immer noch davon aus, dass der Euro überlebe, aber "sie bereiten sich trotzdem auf den Ernstfall vor", sagte der BCG-Experte.

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Prognosen der Börsenprofis „Dieses Mal wird es noch schlimmer“

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Große Banken beschäftigen sich seit geraumer Zeit mit Maßnahmenkatalogen im Zusammenhang mit der Euro-Krise. Ebenso wie international tätige Unternehmen haben sie Notfallpläne für den Fall der Fälle vorbereitet. Dazu gehört auch die unternehmensinterne Steuerung von Zahlungsströmen, mit denen die Konzerne ihre Länderrisiken senken wollen.
"Wir spielen Szenarien durch", sagte ein Commerzbank-Insider der "Sonntagszeitung". Das erwarteten Kunden, Mitarbeiter und Bankenaufsicht. "Das heißt nicht, dass wir deren Eintritt erwarten". Einen anderen Banker zitiert die Zeitung mit dem Satz: "Alle Pläne liegen fertig in der Schublade."


  • 26.08.2012, 22:58 UhrDagmarK

    "Die Schätzungen nach dem der Euro in eine Nord- und Südzone auseinanderbrechen wird, liegt inzwischen im 20% Bereich mit stetig ansteigender Tendenz."

    Frage: Ist das im Sinne der Steuerzahler? Meiner Meinung nach absolut nicht, denn dann geht es trotzdem mit der großen Umverteilung über Brüssel weiter. Damit meine ich nicht Hilfskredite, sondern den ganz normalen Wahnsinn von z.B. Agrarsubventionen.

    Nicht nur der Euro hat zu dieser Krise geführt, sondern auch die überbordende Verwaltung.

  • 26.08.2012, 20:47 UhrR.Ruf

    Kleines nettes Artikelchen, wer es etwas ausführlicher mag, liest nach in der FAZ. Die Schätzungen nach dem der Euro in eine Nord- und Südzone auseinanderbrechen wird, liegt inzwischen im 20% Bereich mit stetig ansteigender Tendez.
    Man bereitet sich intensiv auf den Fall x vor, indem z.B. die Euro-Bestände in den Süd-Staaten maximal heruntergefahren werden, um bei einer Währungsumstellung bei Abwertungen möglichst weitgehend aus dem Schneider zu sein.

  • 26.08.2012, 20:03 UhrRDA

    Tja, deutsche Firmen haben vielfach über Finanztochtergesellschaften in den Niederlanden und Irland Anleihen emittiert. Wenn der Euro zerbricht, haben sie auf einmal Fremdwährungsschulden.

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