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Produktneuheiten: Das Erfolgsgeheimnis der innovativsten Firmen

Innovationen braucht jedes Unternehmen. Aber große Ideen entstehen nur in einer anregenden Umgebung. Vorreiter wie IBM und 3M zeigen, wie der Mut zu Fehlern die Kreativität der Tüftler beflügelt.

Erst das richtige Umfeld erschließt die Ideen der Ingenieure. Quelle: AFP
Erst das richtige Umfeld erschließt die Ideen der Ingenieure. Quelle: AFP

NeussMit einer ordentlichen Portion Neid mag so mancher Manager auf 3M blicken. Wie schaffen die das nur? Der amerikanische Multi-Technologiekonzern entwickelt erfolgreiche Ideen am Fließband, so scheint es. An 26 800 Erfindungen hält 3M die globalen Rechte: Die legendären Post-it-Klebezettel, der weltweit erste Overhead-Projektor oder eine Folie für 3-D-Bildschirme, die ohne Spezialbrille funktionieren – das sind nur einige der Umsatzbringer des Milliarden-Konzerns.

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Fast 500 Patente meldet das US-Unternehmen mit dem Beinamen „Die Erfinder“ jedes Jahr neu an. Nach Apple und Google gilt 3M als innovativstes Unternehmen der Welt, hat die Beratung Booz & Company ermittelt.

Ideen sind der Rohstoff der Zukunft. Die Kunst, diesen Rohstoff zu fördern und zu veredeln, wird für den Erfolg von Unternehmen immer wesentlicher. Denn die Produktzyklen werden kürzer und kürzer. Wer mit dem rasanten Innovationstempo nicht Schritt halten kann, hat keine Zukunft mehr.

Rangliste Welche Konzerne am meisten für Forschung ausgeben

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Um das Geheimnis erfolgreicher Innovationen zu ergründen, reisen deshalb regelmäßig etliche Manager zu 3M. In der Deutschlandzentrale in Neuss zum Beispiel finden sie gläserne Labore vor, in denen an Zukunftstechnologien getüftelt wird. Hier ist das gelbe Verbotsschild „Restricted Area. For Authorized Persons Only!“ die Ausnahme.

„Customer Technical Center“ heißen die Forschungsbereiche bei 3M. Weltweit gibt es 36 davon. Aus gutem Grund: „Schließlich kommen die Anstöße für viele Ideen von unseren Kunden“, sagt Stephan Rahn, Leiter des Innovationsmarketings bei 3M. Jedes Jahr finden sich allein 7 000 Kunden zum Ideenaustausch in Neuss ein. Rahn: „Wir betreiben eben offene Innovation und keine Forschung im Elfenbeinturm.“

Doch so transparent der Konzern seine Zukunftslabore auch macht, so wenig lässt sich das Erfolgsgeheimnis von 3M nachahmen. „Unsere Innovationskultur kann man nicht kopieren, sie muss von innen heraus kommen“, sagt Rahn.

Für viele erstaunlich: Bei 3M gibt es keine Innovationsmanager und kein betriebliches Vorschlagswesen. „Wir brauchen auch keine Kreativecken, Massageliegen oder Billardtische, um kreativ zu sein“, betont Rahn. Zwei Dinge aber stehen hoch im Kurs: „Querdenken“ und „mutige Entscheidungen“ werden ausdrücklich in der Jahresbewertung der Mitarbeiter belohnt. Das prägt.

  • 11.01.2012, 12:52 UhrDerBernd

    Leider agieren viele Firmen genau anders. Effizienzsteigerung (bis zum Zusammenbruch) heißt deren Devise. Ausbildung, Spinnen, Verantwortung teilen - alles ineffizient. Berater werden geholt, Geschäftsprozesse festgezurrt - alles Andere wird ausgemerzt.

    Ein gutes Beispiel dafür, dass Effizienzsteigerung alleine nicht reicht ist die Firma Nokia. Zu wenig wirklich Neues aber immer mehr Kostenkontrolle machte den Konzern zum Verlierer.

    Die 3-Felderwirtschaft ist bis heute eine gute Idee. Zwei 'Unternehmensteile' sorgen für das Auskommen und der dritte Teil Spinnt, übt Verantwortung teilen, bildet sich weiter und frisst sich Speck an.

    Wenn man einem Eisbären den Speck unter der Haut wegschneidet, dann überlebt er nur schwer. Genau das tun aber auch die Kapitalmärkte mit einigen Unternehmen. Wir sollten wider anfangen zu denken, bevor wir rechnen und Statistiken machen.

  • 11.01.2012, 12:24 UhrAnonymer Benutzer: Radiputz

    Tja, da ist schon was dran.
    Die drei Zauberwörter heißen:

    "Eigenermächtigung"
    "Eigenertüchtigung"
    "Eigenverantwortung"

    Wer das verinnerlicht hat, hat den Erfolg, den er verdient.

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