Der leichte Anstieg des Frauenanteils in DAX-Vorständen dürfe nicht mit der allgemeinen Entwicklung gleichgesetzt werden, sagten die beiden Autorinnen der Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Elke Holst und Julia Schimeta: „Zum einen handelt es sich nur um 30 Unternehmen, und dort sind geringe Veränderungen natürlich mit größeren prozentualen Anteilen verbunden. Zum anderen stehen diese Unternehmen auch verstärkt im Fokus der Öffentlichkeit und sehen sich so mit einem höheren Handlungsdruck konfrontiert.“
Eine der wenigen Frauen in DAX-Vorständen ist Regine Stachelhaus. Sie ist seit 2010 beim Energiekonzern Eon zuständig für die Bereiche Personal, Recht und Compliance, Konzerneinkauf, Immobilien-Management und IT. Zuvor arbeitete die studierte Juristin rund zehn Jahre für den Druckerhersteller Hewlett-Packard.