Strategie

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Studie: Unternehmerinnen verfolgen andere Ziele als Unternehmer

exklusivVon Frauen geführte Unternehmen wachsen langsamer als „Männer-Unternehmen“, haben aber auch eine geringere Insolvenzquote. Das zeigt eine neue Studie. Auch Ziele und Motive der Geschlechter sind unterschiedlich.

Unternehmerin Liz Mohn, Vorsitzende der Bertelsmann Stiftung. Quelle: Reuters
Unternehmerin Liz Mohn, Vorsitzende der Bertelsmann Stiftung. Quelle: Reuters

BerlinObwohl es bei Ausbildung und beruflicher Qualifikation kaum mehr Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt, sind Frauen als Inhaberinnen von Unternehmen nach wie vor stark unterrepräsentiert. So liegt der Anteil bei Unternehmen mit einem bis fünf Beschäftigten bei 20 Prozent, bei Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten bei nur acht Prozent. Das ist das Ergebnis einer Studie der Beratungsfirma Ramboll Management Consulting im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums, die dem Handelsblatt (Montagausgabe) vorliegt.

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Laut der Studie verfolgen die Unternehmerinnen oftmals andere Ziele und Motive als Unternehmer. Selbstverwirklichung, Unabhängigkeit und die Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben sind für Frauen tendenziell wichtiger als für Männer. „Über die rein wirtschaftliche Orientierung hinaus ist es Inhaberinnen oft wichtig, mit ihrer Tätigkeit auch einen sozialen Beitrag zu leisten“, stellen die Studienautoren fest.

Bei den Zielen und Strategien spielten Kontrolle, Mitarbeiterverantwortung und Stabilitätsbewusstsein eine vergleichsweise große Rolle. „Ihre Unternehmen wachsen tendenziell langsamer als männergeführte Unternehmen, haben aber auch geringe Insolvenzquoten“, heißt es in der Studie.

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Die Ergebnisse der Studie werden am Montag bei einem Treffen von Unternehmerinnen mit Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) vorgestellt. Danach liegt Deutschland nur beim Frauenanteil von Selbstständigen ohne Beschäftigte mit 38 Prozent im Vergleich zu Ländern wie Frankreich, Schweden oder Großbritannien in der Spitzengruppe.

Für den Erfolg der Unternehmerinnen sind laut den Autoren nicht nur familienpolitische Rahmenbedingungen wie Elternzeit und Kinderbetreuungsangebote wichtig. „Auch Arbeitsmarktchancen spielen eine große Rolle, weil Frauen in Führungspositionen wichtige Managementerfahrungen für Firmengründungen sammeln können“, heißt es in der Studie.

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