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Tempo, Tempo, Tempo: Die neue Dynamik auf den Märkten

Starke Konkurrenz und hoher Innovationsdruck – die Unternehmen stehen in den nächsten Jahren vor großen Herausforderungen, zeigt eine exklusive Umfrage. Die Erschließung von Märkten und die Entwicklung neuer Produkte stehen ganz oben auf der Agenda.

Monteure bei der Installation einer Photovoltaikanlage: Der Solarmaschinenbauer Centrotherm kämpft mit der starken Konkurrenz in der Branche. Quelle: Engel
Monteure bei der Installation einer Photovoltaikanlage: Der Solarmaschinenbauer Centrotherm kämpft mit der starken Konkurrenz in der Branche. Quelle: Engel

DÜSSELDORF. Das Topmanagement-Thema der nächsten Jahre heißt „Tempo“. Neue Wettbewerber und die technische Entwicklung verändern Märkte so schnell wie nie zuvor.

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„Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat das Wort Dynamik neu definiert“, sagt Juan Rigall. Schnell und flexibel agierende Unternehmen, so der Partner der Unternehmensberatung Santiago, habe die Krise zwar geringer getroffen als behäbige. Jetzt aber müssten sie beweisen, ob sie genauso schnell und flexibel den Schalter auf Wachstum umlegen könnten. Wachstum hat inzwischen in Amerika und Asien für Topmanager eine vergleichbar hohe Bedeutung wie für europäische Führungskräfte. Zu diesem Ergebnis kommt das vierte Handelsblatt Management-Forum.

Das Forum entsteht in Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung Santiago und dem Wissenschaftler Ronny Fürst, Studienleiter an der European Management School (EMS) in Mainz. Befragt werden regelmäßig zwölf Professoren renommierter Business-Schools in den USA, Asien und Europa zu aktuellen Managementthemen und -trends.

In der Krise stand die tagesaktuelle Kontrolle und Steuerung der Finanzdaten ganz oben auf der Agenda. Jetzt, rund anderthalb Jahre nach dem Tiefpunkt des wirtschaftlichen Einbruchs, müssen sich die Unternehmen wieder auf die Erschließung von Märkten und die Entwicklung neuer Produkte konzentrieren. Doch die Krise, die vor allem eine Krise der westlichen Industriestaaten war, hat die Wettbewerbslage teilweise kräftig durcheinandergewirbelt.

Als ein Beispiel für neue und zugleich sehr dynamisch wachsende Konkurrenz nennt Waldemar Pförtsch von der China Europe International Business School (CEIBS) die Commercial Aircraft Corp. of China. Das chinesische Unternehmen verstehe es meisterhaft, die neuesten Technologien westlicher Partner einzusetzen, um daraus einen eigenen Mittelstreckenjet zu entwickeln, der speziell auf die regionalen Bedürfnisse und Ressourcen ausgelegt sei. Noch fliegt die C919 nicht. In der Luftfahrtindustrie gilt es aber als ausgemacht, dass die Chinesen zu einer ernsthaften Konkurrenz für das bisherige Weltduopol aus Airbus und Boeing heranwachsen könnten.

Aktuell ist vor allem die Solarbranche von hohem Veränderungstempo geprägt. Dirk Stenkamp, Chef für das Tagesgeschäft des Solartechnikausrüsters Centrotherm, spricht von einem „extrem wettbewerbsintensiven Umfeld“. Das Innovationsmanagement des süddeutschen Unternehmens dürfte deshalb auch modellhaft für andere Branchen stehen. Centrotherm hat Forschung und Entwicklung scharf von der Produktion getrennt, um eine gegenseitige Behinderung auszuschließen. Die FuE-Einheit mit derzeit rund 100 Experten ist damit eine Art Denkfabrik, die unabhängig von den Zwängen des Tagesgeschäfts arbeitet.

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