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Trennung von Beschäftigten: Kündigung: Was Arbeitgeber beachten sollten

Kündigungen sind in der derzeitigen Wirtschafts- und Finanzkrise für viele Arbeitgeber ein Thema. Die Versuchung, Beschäftigte in einer Hauruckaktion vor die Tür zu setzen, ist groß. Es kann aber verheerende Folgen haben, ihr nachzugeben. Worauf es bei der Trennung von Mitarbeitern ankommt.

Mitarbeiter des Brauereikonzerns Inbev demonstrieren Ende Januar in Bremen gegen geplante Entlassungen. Kündigungen lösen oft existenzielle Ängste aus. Quelle: dpa
Mitarbeiter des Brauereikonzerns Inbev demonstrieren Ende Januar in Bremen gegen geplante Entlassungen. Kündigungen lösen oft existenzielle Ängste aus. Quelle: dpa

DÜSSELDORF. Kündigungen basieren zurzeit meist "nicht auf Unzufriedenheit mit den Mitarbeitern, sondern auf wirtschaftlichen Zwängen", wie Wolfgang Milde sagt. Von Nacht-und-Nebel-Aktionen rät der Partner bei der Unternehmensberatung Dr. Offner, Milde in Gerlingen bei Stuttgart ab. "Es gibt auch die Zeit nach der Krise, und darauf muss ich mich als Arbeitgeber vorbereiten." Deshalb empfiehlt er Imagepflege, statt sich möglichst schnell und billig von Beschäftigten zu trennen. Wer mit Mitarbeitern Katz und Maus spiele, verunsichere und demotiviere auch die verbleibenden Kollegen, gibt er zu bedenken.

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Als Zeichen der Wertschätzung gegenüber dem Beschäftigten sollte beim Trennungsgespräch auch dessen Fachvorgesetzter mit dabei sein und nicht nur der zuständige Personaler. Für wichtig hält es Milde, sich in den Beschäftigten hineinzuversetzen. "Eine Kündigung ist für viele eine Katastrophe und löst ganz schlimme Existenzängste aus." Den Betroffenen schießen in der Regel eine Menge Fragen durch den Kopf: Wie geht es weiter? Was wird aus meiner Familie, wenn ich arbeitslos werde? Was aus dem Haus, das ich noch abbezahlen muss? Wie finanziere ich die Ausbildung meiner Kinder? Wie gehe ich mit der Blamage um? Darauf müsse man eingehen und anstreben, dass der Gekündigte sein Gesicht wahren könne.

Arbeitgebern empfiehlt der Unternehmensberater, sich zu überlegen, was er für den ausscheidenden Mitarbeiter machen und welche Perspektiven er ihm anbieten kann. "Eine faire und menschliche Trennung muss nicht teuer sein", sagt Milde, auf den Euro solle man aber trotz Kostendrucks nicht schauen. Wichtig seien individuelle Angebote: Manch einem Mitarbeiter sei es wichtiger, für einige Monate länger im Unternehmen beschäftigt zu bleiben, als eine hohe Abfindung zu kassieren.

"In der jetzigen Situation muss ein Arbeitgeber darauf vorbereitet sein, dass er viele Mitarbeiter in einem Jahr wieder braucht." Wenn Gekündigten eine Wiedereinstellung in Aussicht gestellt werde, sei ein entsprechendes Management nötig, um im Bedarfsfall wieder auf sie zuzukommen.

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