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Weltspitze: Die indische Kultur besser verstehen

Die globale Wirtschaftskrise hat Indien nicht so stark berührt, wie viele andere Länder. Das rasche Wachstum rechtfertigt einen näheren Blick in die Geschäfts- und Managementkultur des Landes. Der Personalberater und Buchautor Sergey Frank gibt Ihnen Tipps, worauf man beim Geschäftemachen in Indien achten muss.

Indien hat eine völlig andere Kultur, die man verstehen muss, wenn man geschäftlich erfolgreich sein will. Quelle: dpa
Indien hat eine völlig andere Kultur, die man verstehen muss, wenn man geschäftlich erfolgreich sein will. Quelle: dpa

Heute leben ungefähr 1,1 Milliarden Menschen in Indien. Die Hauptstadt Neu Delhi ist mit ca. 14 Mio. Einwohnern die drittgrößte Stadt des Landes. Die Landessprachen sind Hindi und Englisch, zudem gibt es 21 weitere anerkannte Sprachen und über 500 Dialekte.

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„How do you like India?”

Die sprachlichen Barrieren in Indien sind relativ niedrig, als ehemalige britische Kronkolonie hat sich Englisch als Geschäftssprache durchgesetzt. Viele Geschäftsleute und Manager erhalten ihre berufliche Ausbildung in Großbritannien oder den USA. Deshalb ist das Hinzuziehen eines Dolmetschers in der Regel nicht notwendig.

Dennoch werden Sie während Ihrer Gespräche eine andersartige Kommunikation an Ihrem Gegenüber beobachten. Dies äußert sich z.B. durch das Anheben seiner Stimme. Das ist kein Zeichen von Ärger oder Frustration, es ist vielmehr eine gebräuchliche Form der Kommunikation. Treffen Sie bei Verhandlungen auf erfolgreiche Unternehmer, die ihr eigene Firma repräsentieren und nicht Angestellte eines Konzerns sind, ist dies nichts Ungewöhnliches.

Begriffe wie „Person“ und „Unternehmen“ sind äquivalent verwendbar. Partnern, die Eigentümer und Manager zugleich sind, sollten Sie bei gegenwärtigen Verhandlungen ausreichend Aufmerksamkeit schenken. Aus diesem Grund sollten hauptsächlich hochrangige und erfahrene Mitarbeiter mit umfassenden Entscheidungsbefugnissen in Verhandlungen geschickt werden.

Sie werden selten ein direktes „Nein“ von Ihrem Gegenüber hören. Der Kommunikationsstil ist eher indirekt (high context), ausweichende Antworten werden als höflich erachtet. Auch Sie sollten direkte Ablehnung durch Verneinung vermeiden. Wenn Sie beispielsweise eine Einladung ablehnen, geben Sie eine unverbindliche Antwort, wie „Ich werde es versuchen“.

Es gibt Einiges, was in unserer westlichen Kultur untypisch ist und deshalb eher befremdlich wirken kann. Inder sind, auch im Geschäftsleben, sehr beziehungsorientiert. Die Menschen investieren viel Zeit in Konversationen und das „Kennenlernen“. Über Freunde und Familie reden ist üblich und ein wichtiger Faktor für eine gute Geschäftsbeziehung. Verhandlungen sind an Personen gebunden, aus diesem Grund wird im Vorfeld versucht, eine gute Beziehung aufzubauen.

Endgültige Entscheidungen werden im Einklang mit Familie und sozialer Gruppe gefällt. Die Fähigkeit Freundschaften zu etablieren wird teilweise wichtiger erachtet, als Kompetenz und Erfahrungen. Trotzdem wird Universitätsabschlüssen in dieser Kultur eine hohe Bedeutung beigemessen. Gute Konversationsthemen sind zum Beispiel indische Traditionen, Familie oder andere Länder. Vorsicht ist bei Themen wie Politik und Religion geboten. Sagen Sie zu derartigen Themen nur etwas, wenn Sie auch wirklich wissen, wovon Sie reden. Tabuthemen sind persönliche Angelegenheiten, Armut in Indien und die beachtliche Höhe von Entwicklungshilfen.

  • 16.11.2009, 12:15 UhrAnonymer Benutzer: Watchdog

    Ein sehr schoener, leider nichtssagender und zum Teil mit falschen Annahmen gespickter Artikel. Koennte aus dem Planet Hollywood Reisefuehre stammen, doch fuer business voellig daneben. ich habe fuer viele Jahre in indien geleitet und gefuehrt und meine Story saehe etwas anders aus. Sollte bedarf bestehen, ich wuerde es auch zum Nulltarif vor Ort in indien nochmals vorfuehren...sollte interesse bestehen.

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