Streit um Pensionszahlungen
Ex-IKB-Manager Neupel geht vor Gericht

Der ehemalige Finanzvorstand der angeschlagenen Mittelstandsbank IKB, Joachim Neupel, beharrt auf einer Erfolgstantieme in Höhe von 450 000 Euro. Neupel ging am Donnerstag vor dem Düsseldorfer Landgericht gegen die Kürzung seiner Pensionszahlungen vor. Die IKB hatte von dem 63-Jährigen eine Tantieme in Höhe von 450 000 Euro zurückverlangt und von seinen monatlichen Pensionszahlungen abgezogen.

HB DÜSSELDORF. Die Bank hatte argumentiert, durch das nachträgliche Bekanntwerden des Milliardenlochs bei der IKB sei die Erfolgszahlung rückblickend nicht gerechtfertigt gewesen. Deswegen hatte das Bankhaus die monatliche Pension ihres Ex-Vorstands von 24 000 Euro auf 6000 Euro gekürzt.

Neupels Anwalt argumentierte am Donnerstag, die Tantieme habe unter keinem Vorbehalt gestanden und dürfe daher auch nicht zurückverlangt werden. Neupel selbst war vor Gericht nicht erschienen. Das Düsseldorfer Landgericht will am 23. Dezember eine Entscheidung verkünden.

Die IKB war als erste Bank in Deutschland Mitte 2007 in den Strudel der US-Hypothekenkrise geraten. Ein Rettungspaket in Milliardenhöhe rettete das Institut vor der drohenden Pleite. Nach jüngsten Angaben mussten die Staatsbank KfW als damaliger Mehrheitseigner der IKB sowie Bund und Bankenwirtschaft 9,8 Mrd. Euro Risiken abdecken. Die Hauptlast schulterte die KfW. Im August wurde der KfW-Anteil der Bank in Höhe von 90,8 Prozent für geschätzte 115 Mio. Euro an den Investor Lone Star verkauft.

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