Studie beleuchtet die Branche
Manager auf Zeit sind stark gefragt

Bei Jobabbau oder einer Vakanz heuern immer mehr Unternehmen Interimsmanager an. Eine umfassende Studie beleuchtet die Branche.

DÜSSELDORF. In deutschen Chefsesseln sitzen immer häufiger Kurzzeit-Chefs. So haben in Deutschland im Jahr 2006 rund 3350 Manager auf Zeit einen Umsatz von 489 Mill. Euro erzielt. Das ergaben Berechnungen der Dachgesellschaft Deutscher Interim Manager (DDIM) in einer aktuellen Studie in Zusammenarbeit mit der Universität Eichstätt-Ingolstadt. Die Ergebnisse der Umfrage, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegen, sorgen erstmals für einen klaren Blick auf die unübersichtliche Branche.

Das rasante Wachstum des Interimsmanagements setzt sich demnach fort. Für das Jahr 2010 rechnen die vom DDIM befragten Interimsmanager bereits mit einem Marktvolumen von rund 750 Mill. Euro. "Die Branche boomt", sagt Hilmar Schneider, Direktor für Arbeitsmarktpolitik beim Bonner Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA). Vermittler von Interimsmanagern könnten der Nachfrage derzeit fast nicht nachkommen.

Interimsmanager übernehmen zeitlich befristet Managementaufgaben in Unternehmen. Der Einzug der Zeitarbeit in die Chefbüros ist in Deutschland ein recht neues Phänomen. In den Niederlanden, wo es heute mehrere zehntausend Manager auf Zeit gibt, etablierte sich diese Führungsform bereits in den 70er Jahren. In Deutschland startete der Trend erst vor etwa zehn Jahren.

Mehr als die Hälfte der 470 in der deutschen Studie befragten Kurzzeit-Manager übt die abwechslungsreiche Tätigkeit seit weniger als fünf Jahren aus. Zwei Drittel von ihnen haben vorher bereits mehr als 15 Jahre Berufserfahrung in einer längerfristigen Beschäftigung gesammelt.

Die Gründe für den Einsatz der externen Interimsmanager sind vielfältig: Insbesondere bei einer bevorstehenden Sanierung, aber auch zum Projektmanagement oder der Überbrückung einer Vakanz sind sie gefragt.

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