Studie
Die Abläufe im Marketing - zu kompliziert und zu langsam

Das Marketing vieler Unternehmen bleibt hinsichtlich Effektivität und Effizienz unterhalb der Möglichkeiten. Damit wird der Erfolgsdruck der Marketeers in vielen Unternehmen stärker. Das ist die Kernaussage einer unabhängigen empirischen Studie des Kompetenzzentrum für angewandtes Marketing an der Hochschule Niederrhein.

Nach ihrer Marketing-Effizienz befragt, zeigen sich die befragten Unternehmen selbstkritisch. Fast 40 Prozent der Firmen bezweifeln, dass ihre Arbeitsabläufe und Entscheidungsprozesse "meist unkompliziert und schnell" sind, bei 35 Prozent der Befragten sind die Abläufe "manchmal nicht optimal", bei immerhin 4 Prozent sogar "meist umständlich und komplex". Bezeichnenderweise stufen Unternehmen mit steigenden Umsätzen ihre Prozesse als "unkompliziert und schnell" ein (71 Prozent).

Bei der Festlegung von Marketing-Zielen - ohne diese lässt sich die Effektivität einer Aktion nicht beurteilen - gibt es die größten Defizite: Bei 72 Prozent aller durchgeführten Maßnahmen beobachten die Professoren Dr. Ingo Bieberstein und Dr. Harald Vergossen keine vorher fixierten Ziele. Selbst in Großunternehmen fällt die vorherige Zieldefinition mit 37 Prozent relativ gering aus. Auch das Fehlen von konkreten Marketing-Etats und Budgets für den Ressourceneinsatz führt bei der Effizienzmessung zu Problemen. Ganz ohne definiertes Marketing-Budget arbeitet derzeit noch ein Viertel aller befragten Unternehmen. Bei Firmen mit rückläufigen Umsätzen sind es sogar ein Drittel.

Etwa die Hälfte der Befragten, insbesondere Großunternehmen, legen ihre Budgets so detailliert fest, dass sie für jede einzelne Aktion Teilbudget ableiten können. Bei der Bestimmung der Budgethöhe selbst gehen jedoch nur rund 56 Prozent der Unternehmen so vor, dass sie das Budget von den Aufgaben im Marketing ableiten. Das Marketing-Controlling bleibt Stiefkind, auch wenn viele Unternehmen dessen Notwendigkeit einsehen: Über zwei Drittel (68 Prozent) der befragten Unternehmen bewertet ihr fehlendes Marketing-Controlling als Defizit. Die Professoren Dr. Ingo Bieberstein und Dr. Harald Vergossen leiteten die Befragung.

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