Studie
Geschäftsführer spüren Aufschwung kaum im Portemonnaie

Der Aufschwung lässt Gehälter und Löhner steigen, sollte man meinen. Für Geschäftsführer gilt diese einfache Rechnung nur bedingt, wie eine Studie von Handelsblatt und BBE Media zeigt. Ein weiteres Ergebnis: Für Spitzenverdienste ist längst kein Vorstandsposten vonnöten.
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HB DÜSSELDORF. Geschäftsführer spüren den Aufschwung nur mäßig auf ihrem Gehaltskonto. Verdiente mitten in der Krise die Hälfte der GmbH-Chefs marginal weniger, so bekommt jetzt die Hälfte wieder etwas mehr. Das zeigt eine exklusive Studie von Handelsblatt und BBE Media.

Im Schnitt bezieht ein Geschäftsführer jährlich insgesamt 135 431 Euro Salär. Die Spannbreite der Gehälter ist allerdings riesig: Am besten verdienen GmbH-Chefs in der Industrie und im Großhandel, gefolgt von den Dienstleistern. Das Handwerk und der Einzelhandel bilden die Schlusslichter.

Die BBE-Umfrage, in der diesmal mehr als 3 000 Geschäftsführer Einblick in Festgehalt, Tantiemen, Pensionszusagen und Extras gewährten, dient Finanzämtern und Gerichten als Maßstab - immer dann, wenn sie beim Chefgehalt eine verdeckte Gewinnausschüttung vermuten. Denn Gesellschafter-Geschäftsführer legen ihr Gehalt selbst fest und können es vom GmbH-Gewinn steuerlich abziehen. "Viele Geschäftsführer gönnen sich weniger Gehalt, als sie steuerlich ausreizen könnten", sagt Peter Rath von BBE Media.

Die Studie zeigt: Für Spitzenverdienste ist längst kein Vorstandsposten nötig. Auch Geschäftsführer streichen Topgehälter ein wie zum Beispiel der GmbH-Chef einer Beratung mit 2,3 Mio. Euro Jahresgehalt. Zum Vergleich: Acht der Dax-30-Vorstandschefs verdienten 2009 weniger. Der Firmenwagen bleibt unverzichtbares Statussymbol für über 80 Prozent der Geschäftsführer, er kostet im Schnitt 56 000 Euro. Am beliebtesten ist der Mercedes E-Klasse, gefolgt von den 5er-BMW und Audi A6.

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