Studie
Konjunktur treibt Aufsichtsratsbezüge hoch

Die Aufsichtsräte der Dax-Unternehmen können mit dem Jahr 2006 überaus zufrieden sein: Wegen der boomenden Konjunktur profitierten sie überdurchschnittlich von den variablen Vergütungselementen ihrer Bezüge. Der Spitzenreiter unter den Aufsichtsräten bekam ein Salär, das manchen Vorstand neidisch werden lassen dürfte.

HB FRANKFURT AM MAIN. Wie die Unternehmensberatung Towers Perrin am Montag in Frankfurt mitteilte, erhielt jeder Vorsitzende des Kontrollgremiums in einem Dax-Unternehmen in diesem Jahr rein rechnerisch 232 900 Euro für seine Tätigkeit. Das seien 17 Prozent mehr als 2005.

Bei den Stellvertretern seien die Bezüge um 16 Prozent auf 158 700 Euro gestiegen, berichtete Towers Perrin. Auch die Bezüge der normalen Aufsichtsratsmitglieder wuchsen der Analyse zufolge um 16 Prozent auf durchschnittlich 78 500 Euro.

Den Spitzenplatz bei den Bezügen belegte unter den 30 Dax-Unternehmen der Aufsichtsratsvorsitzende des Chemiekonzerns BASF, Jürgen Strube. Er kommt lauft Towers Perrin auf 440 500 Euro. Die geringste Entlohnung habe es mit 42 000 Euro bei Adidas für Henri Filho gegeben.

„Nachdem das letzte Geschäftsjahr für die meisten Unternehmen sehr erfolgreich war und der Anteil der variablen Vergütungselemente hoch ist, musste es zwangsläufig zu höheren Vergütungsniveaus kommen“, sagte Michael Kramarsch von Towers Perrin. Das Niveau der Gehälter sei seiner Meinung nach notwendig, „um in Zeiten gestiegener Anforderungen die besten Kräfte für die Aufsichtsräte zu gewinnen“. Die Aufgabe dürfe nicht als „leichtgewichtiger Nebenjob“ missverstanden werden.

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