Studie
Rezession schadet dem Ruf der Manager

Die tiefste Rezession der Nachkriegszeit schadet auch dem Ruf deutscher Top-Manager. Das geht aus einer Umfrage der Bad Homburger Unternehmensberatung Marketing Corporation hervor, die am Sonntag veröffentlicht wurde. Dabei schnitt Volkswagen-Chef Martin Winterkorn mit der Schulnote 3,3 noch am besten ab.

HB BAD HOMBURG. Winterkorn werde wohl als Sieger im Machtkampf bei Volkswagen gesehen, erklärte Marketing-Corporation-Chef Manfred Niedner. „Noch nie war eine derartige Bewertung ausreichend, um bei „Manager nach Noten“ eine vordere Position einzunehmen.“ Niedner befragt zweimal jährlich rund 1 000 Führungskräfte nach ihrer Meinung über die wichtigsten Konzernlenker Deutschlands.

Verlierer der aktuellen Befragung ist Porsche-Chef Wendelin Wiedeking. Er landete mit der Note 3,8 nur noch auf dem zwölften Rang, nachdem er in der Umfrage über Jahre Spitzenplätze belegt hatte. Porsche hatte sich mit der geplanten Übernahme von Europas größtem Autobauer Volkswagen verhoben.

Auch andere Vorstandschefs büßten deutlich an Ansehen ein. Die rote Laterne hält bei der aktuellen Befragung Allianz-Chef Michael Diekmann. „Bei Diekmann rächt sich jetzt, dass seine externe Kommunikation im Stil des Hauses Allianz immer sehr zurückhaltend war. Die Allianz steht in der Finanzkrise besser da als viele Wettbewerber“, erklärte Niedner.

Spürbar schlechter schnitten unter anderem auch Wolfgang Reitzle von Linde, Jürgen Hambrecht von BASF und Dieter Zetsche von Daimler ab. Einzig Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann konnte sich ganz leicht um 0,1 Punkte verbessern, landete aber mit der Schulnote von 4,1 auf dem vorletzten Platz. „Die Noten sind bei der aktuellen Befragung auf breiter Front eingebrochen“, sagte Niedner.

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