Studie
Steve Jobs verdient zu wenig

Der Chef von Apple, Steve Jobs, ist einer neuen Studie zufolge der unterbezahlteste Manager der Welt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Anders ergeht es da Yahoo!-Chefin Carol Bartz.
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HB DÜSSELDORF. Steve Jobs, der Chef von Apple Inc., ist der am stärksten unterbezahlte Top-Manager der im Standard & Poor’s 500 Index abgebildeten Konzerne. Das geht aus einer Studie des Beratungsunternehmens Glass Lewis & Co. hervor, die am Montagabend veröffentlicht worden ist. So heißt es in einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Den Angaben zufolge ist Carol Bartz, die Chefin von Yahoo! Inc., hingegen am stärksten überbezahlt in der Gruppe. Für die Aufstellung hatte das Unternehmen verschiedene Faktoren berücksichtigt. Dazu zählten unter anderem die Veränderungen beim Aktienkurs, die Entwicklung des operativen Cash-Flows und das Wachstum beim Gewinn je Aktie.

Laut Glass Lewis & Co erhielt Bartz, die erst Anfang des vergangenen Jahres zu dem Internetkonzern gekommen war, zuletzt ein Gehaltspaket im Volumen von rund 39 Millionen. Dollar. Ein Großteil davon seien Aktien-Optionen, die beim Erreichen bestimmter Ziele zugewiesen würden. Zum Vergleich: Steve Jobs ging im vergangenen Jahr mit einem Jahresgehalt von gerade einmal einem Dollar nach Hause.

Offenbar orientiert sich die Bezahlung in den USA wenig am Erfolg der Manager. Anders so in Japan. Dort erhielt zum Beispiel Akio Toyoda, immerhin Chef des größten Automobilkonzerns der Welt, ein Gehalt von unter einer Million Euro. Sein Konzern hatte schließlich in diesem Jahr die größte Rückrufaktion der Geschichte zu verkraften mit rund 9 Millionen zurückgerufener Autos.

Kommentare zu " Studie: Steve Jobs verdient zu wenig"

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  • Es drängt sich die Frage auf ob andere Firmen auch besser da stehen würden, wenn deren Manager mit einem Dollar nach Hause gingen. Also zumindest die Manager-Kosten selbst würde man so einsparen. Womöglich würde man auch eine gewisse Sorte von Managern fern halten welche "die besten" sind, gemessen an der Menge Geld dass sie für sich selber zu nehmen im Stande sind.

  • Daß die bezahlung in diesen Jobs nichts mit den Leistungen zu tun hat, ist der normalen bevölkerung seit Jahrzehnten bekannt. Warum nicht der Journaille ?

    interessanter ist die Frage, wie wird man diese Gierhälse, die abkassieren ohne Verantwortung zu zeigen, wieder los ?

    Es ist dickster Filz in mafiösen Strukturen der es ermöglicht, aus den Firmewn das durch die Mitarbeiter verdiente Geld in die Taschen einiger weniger umzuleiten die nichts anderes als Angestellte sind. Das ist Veruntreuung von Firmenvermögen, eine Straftat.

    Ebenso, wie in Unterabteilungsleiter für eine beschaffung von ein paar Euro mehrere Angebote einholen und vergleichen muß, ist es vernachlässigte Pflicht der Aufsichtsräte, den Job des Vorstandes auszuschreiben und mehrere geeignete bewerber zu vergleichen und den kostengünstigsten zu nehmen.

    Und mit ausschreiben meine ich nicht im Rotarier-Club fragen wer als nächsten abkassieren darf. Sondern beim Arbeitsamt, da sitzen 3 Mio Arbeitslose die alle sicher besser sind als die derzeit aktiven Vorstände.

    SPERRT SiE ALLE EiN! Korrupter Haufen.

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