Stühlerücken bei SAP-Konkurrent
Siebel-Chef Lawrie tritt ab

Nur eine Woche nach der Ankündigung, dass Siebel einen Verlust im ersten Quartal erwirtschaften wird, erhält der SAP-Konkurrent erneut einen neuen Chef. Michael Lawrie ist nach nicht einmal zwölf Monaten zurückgetreten.

HB NEW YORK. George Shaheen werde Chief Executive Officer (CEO) des Unternehmens, teilte Siebel am Mittwoch mit. Er löst Michael Lawrie ab, der im gegenseitigen Einvernehmen mit dem Board seinen Posten aufgebe. Der Unternehmenssoftware-Hersteller zieht damit offenbar die Konsequenz aus einer Gewinnwarnung, in der er eingeräumt hatte, das erste Quartal werde das schlechteste seit rund fünf Jahren sein.

Shaheen sitzt seit zehn Jahren im Board von Siebel und soll dem Aufsichtsgremium weiter angehören. Er war zehn Jahre lang CEO des Beratungsunternehmens Andersen Consulting, das nunmehr Accenture heißt. Anschließend war er Chef des kürzlich von der Börse genommenen, angeschlagenen Onlinehändlers Webvan.

Analysten sagten, die Strategie des früheren IBM-Vertriebsmanagers Lawrie sei gescheitert. „Die vorläufigen Quartalszahlen waren so desaströs, seine Strategie, Geschäft zu generieren, funktioniert nicht“, sagte EKN-Analyst Jim Yin. Nun seien drastische Einschnitte oder sogar ein Verkauf des Unternehmens denkbar. Siebel war zuletzt unter verstärkten Druck des Branchenriesen SAP und von neuen Billiganbietern wie Salesforce.com geraten.

„George (Shaheen) ist die logische Wahl, um Siebel Systems zur nächsten Stufe des Erfolgs zu führen und starke, nachhaltige Ergebnisse zu liefern“, sagte Unternehmensgründer und Chairman Tom Siebel.

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