Subprime-Investments
Milliardenklage gegen State Street

State Street drohen deutlich hohe Kosten aus der Subprime-Krise. Der weltgrößte Vermögensverwalter für institutionelle Investoren ist von vier Kunden wegen Subprime-Investments für Pensionsfonds verklagt worden.

NEW YORK. State Street hat zwar 625 Mill. Dollar für Schadensersatzforderungen aus Kundenklagen zurückgestellt, muss möglicherweise aber bis zum Zwölffachen dieser Summe zahlen.

Der zweitgrößte US-Lebensversicherer Prudential Financial hat State Street im Namen von 200 Pensionsplänen verklagt und wirft dem Vermögensverwalter vor, die Gelder der Pensionsfonds unangemessenerweise in riskante Wertpapiere investiert zu haben. Drei weitere Gesellschaften haben ähnliche Klagen eingeleitet. State Street werde voraussichtlich mindestens eine Mrd. Dollar zahlen müssen, erwartet Klägeranwalt William Fredericks.

State Street hält dagegen, dass die Rückstellungen dem rechtlichen Risiko angemessen seien. Die Summe von einer Mrd. Dollar entspricht 80 Prozent des Nettogewinns im vergangenen Jahr. Die Pensionsfonds werfen State Street vor, die treuhänderischen Pflichten verletzt zu haben, indem die Gesellschaft die Pensionsgelder in riskante Papiere investierte statt in konservativ investierende Fonds.

Laut Zahlen von State Street ist der Wert von Anlagen, die durch die Subprime-Krise "beeinträchtigt" wurden, von 13,9 Mrd. Dollar Ende Juni 2007 um 56 Prozent auf 6,1 Mrd. Dollar Ende 2007 gefallen. Dieser Verlust von 7,8 Mrd. Dollar entspreche der höchstmöglichen Summe, die der Verwalter zahlen müsste, erläutert Marcia Wagner, Partnerin bei Wagner in Boston. Die bisherigen Rückstellungen seien "sehr niedrig", führt sie aus. "Wir reden hier von einem hohen Schadensersatz." Bloomberg

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