Supply-Chain-Management
Konzerne straffen Lieferketten

Die Straffung von Lieferketten gewinnt in der Konjunkturkrise an Brisanz. Das zeigen nicht nur Beispiele wie Siemens und Continental, die jüngst ankündigten, das Netz ihrer Zulieferer stark auszudünnen. Auch für viele andere Unternehmen rückt das sogenannte "Supply-Chain-Management" stärker in den Vordergrund.

FRANKFURT. Einer Studie des Beratungsunternehmens Roland Berger zufolge verschieben sich dabei zusehends die Prioritäten. Neben dem generellen Ziel der Kostensenkung gewinnt die Anpassung der Liefer- und Wertschöpfungsketten an den jeweiligen Absatztrend erheblich an Bedeutung. "Nachfrage-Planung und Prognose der Absatzentwicklung wird für das Supply-Chain-Management immer wichtiger", so Steffen Kilimann und Robert Ohmayer, die beiden Autoren der Studie. Ein weiterer Aspekt, der stärker in den Vordergrund rückt, ist der Abbau von Lagerbeständen.

In eine ähnliche Richtung deuten auch andere Untersuchungen. In einer Umfrage der französischen Consultingfirma Capgemini etwa nannten Unternehmen die Optimierung der Lagerhaltung und die Verbesserung der Langfristplanung als zwei von drei Top-Prioritäten für 2009.

Hintergrund sind die zum Teil dramatischen Absatzrückgänge im Zuge der Konjunktur- und Finanzkrise. Sie haben in vielen Bereichen deutlich gemacht, dass eine effiziente Steuerung der Lieferketten letztlich nur auf der Basis einer sauberen Bedarfsplanung basieren kann.

Zum anderen wächst für viele Unternehmen der Druck, ihr Umlaufvermögen zu reduzieren, um auf diese Weise Liquidität zu generieren und den Kapitalbedarf zu senken. "Gerade in Zeiten, in denen, die Finanzierung schwierig ist, nutzen Unternehmen alle Möglichkeiten, kurzfristig die Bestände in ihrer Supply-Chain zu optimieren", sagt Kilimann. Das Spektrum reiche dabei von der Anpassung der Dispositionsparameter bis zur Verlagerung von Beständen auf Vorlieferanten.

Dabei müssen die Unternehmen zum Teil eine Gratwanderung bewältigen zwischen Lager- und Kostenoptimierung auf der einen und der Risikostreuung im Zulieferbereich auf der anderen Seite.

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