Susanne Klatten
Plötzlich im Rampenlicht

Susanne Klatten wollte nie in die Öffentlichkeit. Doch erst bringt sie eine Erpressung in die Schlagzeilen - und jetzt der Coup beim Spezialchemiekonzern Altana.

MÜNCHEN. Endlich einmal andere Schlagzeilen. Susanne Klatten, reichste Frau Deutschlands, will den Chemiekonzern Altana komplett übernehmen. Es ist ein klares Bekenntnis, die Zügel in die Hand zu nehmen, heißt es in der Branche. Eine unternehmerisch clevere Entscheidung: Nie waren die Anteile günstiger an der Börse zu haben. Die Unternehmerin Susanne Klatten selbst schweigt - wie gewohnt.

Der geplante Altana-Deal fällt in eine Woche, in der die Milliardenerbin mehr Aufmerksamkeit erfährt, als einem diskreten Menschen lieb sein kann. Seit Tagen ergötzt sich der Boulevard an einer Geschichte, die erst der Wahlsieg Barack Obamas von den Münchener Titelblättern fegte. Monatelang erpresste ein Gaunerduo die Altana - und BMW-Großaktionärin mit Videos und Details einer Liebesbeziehung zu einem Schweizer Gigolo. 7,8 Millionen Euro erpresste der Gauner mit seinem Komplizen, der die vermeintlich heimlichen Treffen dokumentierte. Als die beiden zu dreist in ihren Forderungen wurden, schaltete Klatten die Polizei ein. "Meine Familie steht hinter mir und gibt mir in dieser schwierigen Situation Kraft", lässt Susanne Klatten dieses Mal ausrichten. Die Erpresser sitzen in der Justizvollzugsanstalt Stadelheim.

Man musste schon zweimal lesen, als der Name Susanne Klatten in dieser Affäre auftauchte. Denn die Mutter von drei Kindern und Tochter der Unternehmerlegende Herbert Quandt duckte sich bislang unter den Scheinwerfern der Öffentlichkeit erfolgreich weg. Still, gewissenhaft, aber auch sehr entschlossen führt sie ihren Teil des Erbes, dessen Wert grob zwischen sieben und acht Milliarden Euro liegen soll.

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