Symposium in St.Gallen
Was der moderne CEO leisten muss

Die Anforderungen an CEOs haben sich in den vergangenen Jahren stark verändert, in diesem Punkt waren sich die Teilnehmer des 36. Symposiums der Universität St. Gallen einig. Doch der Paradigmenwechsel ist in vielen Unternehmen noch nicht vollzogen.

DÜSSELDORF. Wenn Fiat-Chef Sergio Marchionne sein Selbstverständnis als Vorstandschef beschreibt, erzählt er gerne ein Erlebnis von Walt Disney. Den fragte einst ein Junge, ob er es sei, der die schönen Comics zeichne. Nein, antwortete Disney. Ob er dann die lustigen Texte schreibe? Disney verneinte. Was denn dann überhaupt sein Job sei, fragte der Junge. Walt Disney überlegte kurz und sagte, er gehe jeden Tag zu seinen Mitarbeitern, um Begeisterung und Leidenschaft für die Arbeit zu wecken.

Auf diese Art habe er Fiat aus der Depression der vergangenen Jahre geholt, sagte Marchionne Ende voriger Woche auf dem 36. Symposium der Universität St. Gallen. Tatsächlich haben sich die Anforderungen an CEOs in den vergangenen Jahren stark verändert: Motivator und Regisseur sollen sie sein. Tiefgehende Fach- und Branchenkenntnisse werden von Managern dagegen weniger verlangt.

Das liegt zum großen Teil daran, dass die Konzerne immer dezentraler werden und die Manager in den operativen Einheiten viel Entscheidungsfreiheit haben. Der Chef an der Konzernspitze müsse den Mitarbeitern heute vor allem Orientierung über die Kernziele geben und die Begeisterung wecken, sagt Bernd Wieczorek, Deutschland-Chef der Personalberatung Egon Zehnder. Der Top-Manager von heute steht mehr denn je unter Druck und Kontrolle verschiedenster Seiten, beobachtet die Personalberatung Heidrick Struggles. Investoren, Aufsichtsräte, Mitarbeiter und Öffentlichkeit verlangten nach schnellen Ergebnissen.

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