T-Mobile bietet Freigabe nach 24 Monaten an
Landgericht verkündet iPhone-Urteil am Montag

Im Prozess zwischen den Mobilfunkanbietern T-Mobile und Vodafone um das Apple-Handy iPhone will das Hamburger Landgericht am Montag sein Urteil verkünden. Das Gericht muss entscheiden, ob das modische Telefon des US-Herstellers in Deutschland exklusiv an das Netz der Telekom-Tochter T-Mobile gebunden werden darf. Dagegen wendet sich Vodafone.

ap HAMBURG. Der T-Mobile-Konkurrent hatte eine einstweilige Verfügung erwirkt, wonach T-Mobile das iPhone auch ohne Vertragsbindung anbieten muss. Dagegen legte die Telekom-Tochter Einspruch ein.

Am Donnerstag stellten beide Firmen erneut ihre Positionen dar. T-Mobile bot an, nach 24 Monaten Vertragslaufzeit auf Kundenwunsch die Benutzung freizugeben. Vodafone forderte dagegen sie sofortige Freigabe.

Das iPhone von Apple wird seit Anfang November in Deutschland vertrieben - exklusiv von T-Mobile. Das Handy wurde zunächst nur mit einem Zweijahresvertrag verkauft. Außerdem war es mit einer technischen Sperre, dem so genannten SIM-Lock, für andere Mobilfunknetze gesperrt. Käufer waren so gezwungen, Netzkunden von T-Mobile zu werden.

Wegen der einstweiligen Verfügung des Hamburger Landgerichts verkauft T-Mobile seit vergangener Woche das iPhone auch ohne Sperre und Vertrag. Allerdings jetzt zum Preis von 999 Euro statt 399 Euro mit Vertrag.

Die Bedeutung des Verfahrens geht über den Streit über ein einzelnes Telefon-Modell hinaus. Es geht um die grundsätzliche Frage, ob der Verkauf von Geräten an Bedingungen geknüpft werden darf.

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