Tägliche Gesetzesverstöße an der Tagesordnung
Beschwerden über Telefonwerbung häufen sich

Trotz des Verbots von Telefonwerbung werden Verbraucher nach wie vor häufig von Werbe-Anrufen belästigt. Nach einer Untersuchung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen gibt es "täglich ungebremste Gesetzesverstöße". "Telekommunikations- Unternehmen sind Spitzenreiter bei der Masche, potenzielle Kunden mit unerlaubten Werbeanrufen zu bombardieren"

Hb DÜSSELDORF. "Telekommunikations- Unternehmen sind Spitzenreiter bei der Masche, potenzielle Kunden mit unerlaubten Werbeanrufen zu bombardieren"ufen zu bombardieren", sagte Vorstand Klaus Müller am Montag in Düsseldorf. Den zweiten Platz belegten Gewinnspiel- und Lottofirmen.

Die Verbraucherschützer hatten Betroffene aufgerufen, den Beratungsstellen im August und September Fälle von unerwünschter Telefonwerbung zu melden. Ergebnis: Innerhalb dieser zwei Monate gingen 2000 Beschwerden ein. Bei jedem fünften Telefonat hörten die Angerufenen eine automatische Bandansage, die keinen Aufschluss über die wahre Identität des Auftraggebers zuließ.

Werbung am Telefon ist seit 2004 nur erlaubt, wenn der Angerufene zuvor seine Zustimmung erteilt hat. "Die derzeitige Rechtslage kann offenbar nichts gegen die Belästigungen von Vertretern und Call Centern ausrichten", meinte Müller.

Deshalb wollten die Verbraucherschützer in den nächsten Wochen mit Bundestagsmitgliedern über schärfere Sanktionsmöglichkeiten sprechen. So solle die Vertragsbindung bei unzulässiger Werbung aufgehoben werden. "Verbraucher müssen außerdem das Recht haben, auf Schadenersatz zu pochen", forderte Müller.

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