Technologiekonzern
Ascom-Chef stolpert über Kungelversuch

Der Schweizer Technologiekonzern Ascom hat seinem Vorstandschef Rudolf Hadorn den Stuhl vor die Tür gesetzt. Er soll heimlich mit einer Aktionärsgruppe verhandelt haben, um die Zusammensetzung des Verwaltungsrats und Funktionen einzelner Mitglieder zu verändern.

HB BERN. Hadorn habe gegen Corporate-Governance-Richtlinien verstoßen, sagte Verwaltungsratspräsident Juhani Antilla am Donnerstag. In den Richtlinien sei festgelegt, dass alle Aktionäre gleich behandelt werden müssten. Zudem gelte derzeit eine Weisung an den Konzernchef, keine direkten Kontakte zu Investoren und Aktionären zu pflegen.

Antilla fügte an, die Aktionärsgruppe habe Kontakte zu Hadorn bestätigt. Um welche Anteilseigner es sich handelt, wollte die Ascom-Spitze nicht bekannt geben. Nicht bestätigt wurde auch, dass die seit Januar mit 20,1 Prozent an Ascom beteiligte Investmentgesellschaft Victory des Investors Ronny Pecik betroffen sei.

Die Suche nach einem neuen Chef wurde bereits eingeleitet. Bis Hadorns Nachfolger gewählt ist, übernimmt der 48-jährige Fritz Mumenthaler, Leiter der Division Wireless Solutions, die operative Führung des Konzerns. Antilla zufolge ist es auch möglich, dass Mumenthaler die Rolle des Konzernchefs definitiv übernehmen wird.

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