Teurer Arbeitsplatz:
ARD will Gebühren für Internet-PCs einheben

Heute, Mittwoch, hat die ARD mit Zustimmung des ZDF ein vorläufiges System zur Einhebung einer "Internet-Gebühr" beschlossen. Das vorgestellte Modell sorgt intern beim ARD sowie bei verschiedenen Institutionen für Aufregung. Es sieht vor, für jeden internetfähigen Computer in Deutschland eine monatliche Gebühr von 5,52 Euro einzuheben.

Die Basisidee des Konzeptes ist die Nutzung von medialen Inhalten wie TV oder Radio über das Internet mit Gebühren zu behaften. Wie die ARD gegenüber pressetext erklärte, gebe es zahlreiche Büros in Deutschland, die TV und Radio über das Internet kostenlos nutzen. Andere würden monatlich für ihren Radio oder TV-Apparate zahlen - diese Ungleichheit sollte ausgeglichen werden, wobei hier jedoch noch einige Fragen zu klären seien.

Beispielsweise bemängelte Bernhard Rohlender, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Informationswissenschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM):"Freiberufler und Kleinbetriebe nutzen in ihren Büros oft kein Rundfunkgerät und werden nun für ihre PCs zur Kasse gebeten. Und das, obwohl sie den Rechner nur für E-Mail, die Pflege ihrer Webseite und die elektronische Steuererklärung brauchen."

Ähnlich sieht es aus, wenn man von zu Hause aus arbeitet und Medien, wie TV und Radio, beruflich nutzt. Die Ankündigung, dass private Haushalte keine weitere Gebühr für ihren Computer zahlen müssen, bestätigte die ARD. Hier werde das Entgelt in die GEZ-Gebühr einfließen. Wie hier nun zwischen privater und beruflicher Nutzung unterschieden werden soll, konnte nicht genau erklärt werden. "Eine Möglichkeit wäre, die Überwachung durch Kontrolleure zu verstärken", so die ARD. Ob das neue Gebühren-System nun in Kraft treten wird, entscheidet sich endgültig nächste Woche: Da müssen die einzelnen Bundesländer über den vorläufigen Beschluss des ARD-Intendanten abstimmen. pte

www.ard.de

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