Textileinzelhändler
Peek & Cloppenburg leitet Generationswechsel ein

Firmenpatriarch Harro Uwe Cloppenburg hält zwar noch alle Fäden in der Hand, bereitet seinen Sohn Patrick aber schon auf die Nachfolge vor: Der 27-Jährige wird Vizechef des Konzerns. Mit der Entscheidung übergeht Cloppenburg seine beiden älteren Söhne. Das sorgt für Unruhe im Konzern.
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DÜSSELDORF. Der Majordomus hat gesprochen und dem jahrelangen Rätselraten ein Ende bereitet. Harro Uwe Cloppenburg (69), bei Mitarbeitern heißt er HUC, benennt seinen jüngsten Sohn Patrick zum Nachfolger. Zum 1. Januar wechselt der 27-Jährige in die Unternehmensleitung der Peek & Cloppenburg Düsseldorf, teilte das Unternehmen mit. Als Stellvertreter des P&C-Chefs und ohne festes Ressort. HUC wird ihn in die Unternehmensführung einarbeiten.

Der Senior verweist auf seine eigene Erfahrung. Als er ins Unternehmen der Familie einstieg, war er so alt wie heute sein Sohn Patrick. Allerdings musste er fast 20 Jahre buckeln, bis er seinem Vater auf den Chefsessel folgen konnte. Er übernahm ein Unternehmen mit 32 Filialen und einem geschätzten Umsatz von einer knappen Milliarde D-Mark.

Patrick steigt heute, 23 Jahre später, in den Vorstand eines Unternehmens mit 101 P&C-Häusern in 15 europäischen Ländern auf, hinzu kommen 20 Anson?s-Filialen. Der Jahresumsatz der gesamten Gruppe liegt bei annähernd zwei Milliarden Euro. Zu der Frage, ab wann der Junior das Steuer alleine halten soll, will sich das verschwiegene Familienunternehmen nicht äußern.

Er arbeitet seit Jahren im Haus

Nur so viel ist bekannt: Patrick Cloppenburg arbeitet seit einigen Jahren im Haus. Nach dem Studium an der European Business School in London kam er als Abteilungsleiter für Herrenartikel in das 2005 eröffnete Haus in Köln. Heute leitet er den Gesamtbereich Herrenartikel.

Patrick Cloppenburg gilt zwar schon seit einiger Zeit als Favorit für die Nachfolge beim siebtgrößten deutschen Textileinzelhändler, trotzdem kam die Nachricht überraschend, sagt ein Unternehmenskenner. Aus dem Umfeld von Cloppenburg junior heißt es, der Thronanwärter sei ein durchsetzungsstarker Macher und Vollblutunternehmer mit einem guten Warengespür. Er sei aus dem gleichen Holz geschnitzt wie der Alte.

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  • Ein Generationenwechsel ist auch deshalb nötig. damit der Absatzkanal "internet" zügig aufgebaut werden kann. Und das wenigestens sollte man von einem jungen Chef erwarten dürfen!

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